wahlhilfe.online

Programmvergleich Wahlen 2026

2026 stehen mehrere
Wahlen an.

Diese Seite legt die Wahlprogramme nebeneinander — zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin und zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026, dazu Sachsen-Anhalt zum Nachlesen. Thema für Thema, alle Parteien nach denselben Kriterien, jede Aussage im Originalprogramm belegt.

1Wahl wählenWelches Bundesland Sie interessiert
2Thema wählenVon Bildung bis Wirtschaft
3Parteien vergleichenAlle nebeneinander, gleiche Kriterien
Der Vergleich

Land auswählen, Thema wählen, Programm lesen

Direktvergleich

Original — jede Aussage im Wahlprogramm der Partei nachgelesen

20. SeptemberWahltag 2026
19 Parteienmit Landesliste zugelassen
rund 1,3 Mio.Wahlberechtigte
70,8 %Wahlbeteiligung 2021
Zuständigkeit

Was ein Landtag überhaupt entscheiden kann

Viele Vorhaben werden gar nicht auf Landesebene entschieden. Das kommt in mehreren Programmen vor und ist für die Einordnung eines Versprechens entscheidend.

Drei Entscheidungsebenen Bei Asyl- und Aufenthaltsrecht, Kernenergie, Netzentgelten, Fangquoten und dem Rundfunkbeitrag entscheiden Bund, EU oder Staatsverträge aller Länder; das Land hat keinen direkten Zugriff. Über Mindestlohn, Rente, Mietendeckel und Teile des Sozialrechts kann es nur gemeinsam im Bundesrat mitentscheiden. Über Schulen und Kitas, Landespolizei, Landeshäfen, Kommunalfinanzen, Nahverkehr und Küstenschutz entscheidet das Land allein. Bund, EU oder Staatsvertrag Asyl- und Aufenthaltsrecht · Kernenergie Netzentgelte · Fangquoten · Rundfunkbeitrag KEIN DIREKTER ZUGRIFF Nur gemeinsam über den Bundesrat Mindestlohn · Rente · Mietendeckel Teile des Sozialrechts NUR MITENTSCHEIDUNG Das Land entscheidet allein Schulen und Kitas · Landespolizei · Häfen Kommunalfinanzen · Nahverkehr · Küstenschutz VOLLER ZUGRIFF
Je weiter unten, desto mehr kann eine Landesregierung selbst bewirken. Am 20. September wird über die unterste Ebene abgestimmt — Schule, Polizei, Kommunen und Nahverkehr liegen vollständig in Landeshand. Vorhaben aus den oberen beiden Ebenen finden sich in allen Programmen.
Für das Gespräch

Drei Fragen, die jede Behauptung aushält

Am Stammtisch liegt kein Programm auf dem Tisch, sondern ein Satz. Diese drei Fragen passen auf jede politische Aussage, von welcher Partei auch immer.

  1. Wer entscheidet das überhaupt? Land, Bundesrat oder Bund — steht oben bei jedem Vorhaben.
  2. Steht da eine Zahl? „Polizei stärken“ und „8.100 Bedienstete“ sind zwei verschiedene Aussagen.
  3. Steht es so im Programm? Die Programme stehen auf den Seiten der Parteien. Unten ist die Übersicht aller antretenden Parteien verlinkt.
Keine Wahlempfehlung. Diese Seite bewertet nicht, ob ein Vorhaben gut, gerecht oder finanzierbar ist. Das zu beurteilen ist Ihre Sache.
Gesamtübersicht

Alle Positionen auf einen Blick

Sämtliche Angaben aller drei Wahlen, nach Land und Thema geordnet. Ein Klick öffnet eine Ebene. Die Übersicht funktioniert ohne JavaScript und wird beim Ausdrucken vollständig ausgegeben.

Mecklenburg-Vorpommern13 Themen · 366 Positionen
Bildung30 Positionen

SPD

  • Über eine Milliarde Euro in moderne Schulen und Berufsschulen samt Internaten investieren.
  • Konzept des Schulcampus ausweiten, besonders im ländlichen Raum.
  • Beitragsfreie Kitas beibehalten.
  • Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit gemeinsam mit Landkreisen fortführen.

Zuständigkeit: Schulwesen und Kitas sind Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

AfD

  • Beitragsfreie Kita erhalten, zusätzlich Betreuungsqualität verbessern.
  • Schulsozialarbeit als Landesaufgabe etablieren, mehr Schulpsychologen.
  • Klare Regeln an Schulen, Berufsschulen für handwerkliche Exzellenz.
  • Digitale Lehrplattformen nur gezielt und maßvoll einsetzen.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Die Trägerschaft der Schulsozialarbeit kann das Land selbst regeln.

CDU

  • Unterrichtsausfall beenden, Grundschul-Garantie einführen.
  • Verpflichtende Förderung in Kita oder Vorschulklasse, wenn Förderbedarf festgestellt wird.
  • Erhalt der Gymnasien und der Förderschulen.
  • Landesweit verbindliches Handyverbot an allen Schulen.
  • Untersagung des Genderns in Schulen und Verwaltung.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Regelungen zu Handynutzung und Sprache im Schulbetrieb liegen beim Land.

Die Linke

  • Beitragsfreiheit in der Kita erhalten und die Qualität verbessern.
  • Schulsozialarbeit an jeder Schule.
  • Unterrichtsverpflichtung an allen Schularten schrittweise absenken.
  • Medienpädagogisches Zentrum personell ausbauen.

Zuständigkeit: Schulwesen und Kitas sind Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Grüne

  • Multiprofessionelle Teams an allen Schulen: Lehrkräfte, Sonderpädagogik, Sozialarbeit, Psychologie.
  • Personalschlüssel in Kitas verbessern, sinkende Geburtenzahlen für kleinere Gruppen nutzen.
  • Inklusion in der frühkindlichen Bildung flächendeckend und verbindlich umsetzen.
  • Länderübergreifende Beschulung von Auszubildenden für angemessene Klassengrößen.

Zuständigkeit: Kitas und Schulen sind Ländersache. Länderübergreifende Beschulung erfordert Absprachen mit Nachbarländern.

FDP

  • Vielfältiges Schulangebot wieder einführen: Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasien, Förderschulen.
  • Hohe Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, dafür Stundentafeln angleichen.
  • Berufliche Bildung im Wirtschaftsministerium bündeln, Quereinstiege erleichtern.
  • Investitionen in naturwissenschaftliche Fachräume priorisieren.

Zuständigkeit: Schulstruktur und Stundentafeln legt das Land fest. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

BSW

  • Mindestens eine qualifizierte Fachkraft für Schulsozialarbeit an jeder Schule.
  • Verlässliche Finanzierung statt befristeter Projektförderung.
  • Investitionsoffensive für Berufsschulen, wohnortnahe Beschulung.
  • Beitragsfreie Kita sichern bei höherer Kostenbeteiligung des Landes.
  • Verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder.

Zuständigkeit: Schulwesen und Kitas sind Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Digitales & Verwaltung28 Positionen

SPD

  • Breitbandausbau mit Glasfaser bis an jede Milchkanne fortsetzen.
  • Rund 2,9 Milliarden Euro als größte zusammenhängende Infrastrukturinvestition des Landes.
  • MV-Serviceportal weiterentwickeln, das andere Länder bereits mitnutzen.
  • Verwaltungsdigitalisierung nach dem Onlinezugangsgesetz vorantreiben.

Zuständigkeit: Verwaltungsdigitalisierung liegt beim Land, Breitbandförderung überwiegend beim Bund.

AfD

  • Glasfaser- und Mobilfunkausbau beschleunigen, ländliche Räume priorisieren.
  • Genehmigungsverfahren beim Netzausbau vereinfachen.
  • Funklöcher und Behörden mit Papierakten sind Ergebnis jahrelanger Untätigkeit.
  • Leistungsfähige Breitbandanbindung für digitalen Unterricht sicherstellen.

Zuständigkeit: Genehmigungsverfahren kann das Land vereinfachen, das Telekommunikationsrecht setzt der Bund.

CDU

  • One-Stop-Government: alle Verwaltungsleistungen über das MV-Serviceportal.
  • Serviceportal zu einem intuitiv bedienbaren Angebot weiterentwickeln.
  • Glasfasernetze ausbauen und bestehende Funklöcher schließen.
  • Zentren für Open Source Intelligence und Cybercrime aufbauen.

Zuständigkeit: Landesportal und Landesverwaltung liegen beim Land.

Die Linke

  • Flächendeckend Glasfaser und Mobilfunk bis 2030, auch im ländlichen Raum.
  • E-Government stärken, in Personal, Hard- und Software investieren.
  • Nutzung von Open-Source-Lösungen priorisieren.
  • Verwaltung alltagstauglich und transparent gestalten.

Zuständigkeit: Landesverwaltung und Landesförderung liegen beim Land, der Netzausbau erfolgt über Bundesprogramme.

Grüne

  • Weniger Abhängigkeit von globalen Tech-Konzernen durch Open Source und offene Standards.
  • Digitale Souveränität, damit Daten geschützt bleiben.
  • Eigene Digitalstrategie mit klaren Strukturen und Partnerschaften.
  • Verwaltungsleistungen für alle Einwohner zugänglich gestalten.

Zuständigkeit: Digitalstrategie und Landesverwaltung liegen in Landeskompetenz.

FDP

  • Rechtsanspruch auf digitale Verwaltungsleistungen schaffen.
  • Once-Only-Prinzip: Daten dürfen nur einmal abgefragt werden.
  • Verwaltungsdigitalisierung auf offene Standards und Open Source aufbauen.
  • Interkommunale Zusammenarbeit bei Glasfaserausbau und IT-Sicherheit fördern.

Zuständigkeit: Ein Rechtsanspruch auf Landesleistungen ist Landesrecht, für Bundesleistungen gilt Bundesrecht.

BSW

  • Flächendeckender Ausbau von Glasfaser und 5G, Funklöcher konsequent schließen.
  • Kommunale und landeseigene Lösungen stärken, wo der Markt nicht liefert.
  • Öffentlich eingesetzte KI soll transparent, überprüfbar und quelloffen sein.
  • Europäische Lösungen bevorzugen, um Abhängigkeiten zu reduzieren.

Zuständigkeit: Landeseigene IT-Lösungen kann das Land selbst aufbauen, Beschaffungsregeln setzt auch die EU.

Energie & Klima28 Positionen

SPD

  • Energiehäfen Rostock, Sassnitz-Mukran und Lubmin weiterentwickeln.
  • Converter-Plattformen bauen, um Offshore-Windenergie an Land zu leiten.
  • Aufbau einer lokalen Wasserstoffwirtschaft.
  • Kohlenstoff- und Kreislaufwirtschaftsstrategie mit Biogasanlagenbetreibern erarbeiten.

Zuständigkeit: Hafenentwicklung und Landesstrategien liegen beim Land, das Energierecht beim Bund.

AfD

  • Weiteren Ausbau von Windkraftanlagen ablehnen.
  • Option eines Wiedereinstiegs in die Kernenergie, etwa im Raum Lubmin.
  • Ausstieg aus Kern- und Kohleenergie hat die Versorgungslage verschärft.
  • Landschaft nicht für Windkraft ruinieren, weil sie Grundlage des Tourismus ist.

Zuständigkeit: Kernenergie und Kohleausstieg sind Bundesrecht. Über Windflächen entscheidet das Land im Rahmen der Bundesvorgaben.

CDU

  • Ausbau von Windenergie und großen Photovoltaikanlagen stoppen, bis der Bedarf es erfordert.
  • Windkraftausbau im Wald und Waldstilllegungen grundsätzlich ablehnen.
  • Infrastruktur für grünen Wasserstoff am Hafen Rostock ausbauen.
  • Küsten- und Ostseeschutzstrategie modernisieren.

Zuständigkeit: Flächenausweisung für Wind liegt beim Land, der Bund gibt jedoch Flächenziele vor.

Die Linke

  • Wind- und Photovoltaikwirtschaft unterstützen, Akzeptanz durch Bürgerbeteiligung.
  • Batteriespeicher und Energiespeicherung fördern.
  • Grünen Wasserstoff als strategisches Feld ausbauen.
  • Offshore-Windenergie stärken, Binnenschifffahrt auf alternative Antriebe umrüsten.

Zuständigkeit: Bürgerbeteiligung und Landesförderung liegen beim Land, das EEG beim Bund.

Grüne

  • Zusätzliche Flächen für naturverträgliche Offshore-Windenergie in der Ostsee sichern.
  • Photovoltaik auf Dächern, öffentlichen Liegenschaften und versiegelten Flächen ausbauen.
  • Bürgerenergie stärken, Menschen vor Ort stärker an der Energiewende beteiligen.
  • Konflikte mit Schutzgebieten vermeiden, Mehrfachnutzung ermöglichen.

Zuständigkeit: Offshore-Flächen in der Ostsee verantwortet überwiegend der Bund, Landesplanung das Land.

FDP

  • Technologieoffen fördern, ausdrücklich einschließlich Kernenergie.
  • Energieerzeugung, Speicherung und industrielle Nutzung stärker im Land ansiedeln.
  • Überkapazitäten der Windenergie für Wasserstoffproduktion oder Batteriespeicher nutzen.
  • Keine staatliche Vorfestlegung auf einzelne technische Lösungen.

Zuständigkeit: Kernenergie ist bundesrechtlich geregelt. Ansiedlung und Flächen liegen beim Land.

BSW

  • Beschleunigten Ausbau von Windkraftanlagen ablehnen, solange Speicher fehlen.
  • Bundesweite Angleichung und Senkung der Netzentgelte.
  • Gewinne aus der Stromerzeugung müssen den Gemeinden zugutekommen.
  • Windenergieausbau nicht gegen die Interessen der Menschen vor Ort.

Zuständigkeit: Netzentgelte setzt der Bund. Kommunale Beteiligung an Winderträgen kann das Land regeln.

Gesundheit & Pflege28 Positionen

SPD

  • Landarztquote als Zugang zum Medizinstudium weiter verfolgen.
  • Medizinische Versorgungszentren in gemeinwohlorientierter Trägerschaft ausbauen.
  • Gewinnung von Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten fortsetzen.
  • Versorgungsstruktur, die auch die abgelegensten Orte einbezieht.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung und Landarztquote liegen beim Land, die Vergütung regelt der Bund.

AfD

  • Gesundheitswirtschaft als Leitbranche mit zwei Universitätskliniken stärken.
  • Krankenhausschließungen und den Wegfall von Geburtsstationen stoppen.
  • Dokumentationspflichten abbauen, die Pflegekräften Zeit rauben.
  • Landeskompetenzen bei Krankenhausplanung und öffentlichem Gesundheitsdienst nutzen.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung ist Landessache. Dokumentationspflichten ergeben sich überwiegend aus Bundesrecht.

CDU

  • Zusätzliche Medizinstudienplätze schaffen.
  • Erhalt aller Krankenhausstandorte.
  • Ausbildung Nichtärztlicher Praxisassistentinnen finanziell unterstützen.
  • Hausärzte entlasten und die Versorgung in der Fläche sichern.

Zuständigkeit: Medizinstudienplätze und Krankenhausplanung liegen beim Land.

Die Linke

  • Hebammenversorgung und Geburtshilfe ausbauen, Versorgungslücken durch Beleghebammen schließen.
  • Schwangerschaftsabbrüche als Teil der Gesundheitsversorgung anerkennen.
  • Landarztquoten ausschöpfen, Assistenzstudiengänge und Stipendien auflegen.
  • Investitionen in Pflegekräfte und soziale Daseinsvorsorge.

Zuständigkeit: Geburtshilfe und Landarztquote liegen beim Land, § 218 StGB beim Bund.

Grüne

  • Netz regionaler Gesundheitszentren mit interdisziplinären Teams in jeder mittelgroßen Stadt.
  • Krankenhausreform vorantreiben, sektorenübergreifende Versorgung.
  • Krankenhäuser im ländlichen Raum bedarfsgerecht für ambulante Leistungen öffnen.
  • Ökologische Produkte in Kantinen von Kitas, Schulen und Kliniken ausweiten.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung liegt beim Land, die Krankenhausreform ist ein Bund-Länder-Vorhaben.

FDP

  • Telemedizin und Telepflege ausbauen.
  • Anreize für Praxisgründungen und Praxisnachfolgen im ländlichen Raum.
  • Pflegefachpersonen und Hebammen in der Heilkundeübertragung weiter befähigen.
  • Zuständigkeiten zwischen Ministerium, Landesamt und Kommunen entwirren.

Zuständigkeit: Landesbehörden und Zulassungsfragen kann das Land ordnen, das Berufsrecht setzt der Bund.

BSW

  • Wohnortnahe und innovative Versorgungsmodelle stärken.
  • Kliniken, Forschungseinrichtungen und Mittelstand besser vernetzen.
  • Gesundheitswirtschaft in die regionale Innovationsstrategie einbinden.
  • Pflegekräfte entlasten und aufwerten.

Zuständigkeit: Innovationsstrategie und Krankenhausplanung liegen beim Land, die Pflegevergütung beim Bund.

Innere Sicherheit28 Positionen

SPD

  • Am Prinzip der Trennung von Verfassungsschutz und Polizei festhalten.
  • Freiwillige Feuerwehren und Katastrophenschutz mit Fahrzeugen, Ausrüstung und Gerätehäusern stärken.
  • Politische Bildung, Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit ausbauen.
  • Ehrenamtliche Arbeit in den Feuerwehren stärker anerkennen.

Zuständigkeit: Landespolizei, Verfassungsschutz und Katastrophenschutz liegen beim Land.

AfD

  • Polizeivollzugsbeamte durch Digitalisierung und nichtpolizeiliches Personal entlasten.
  • Cybercrime-Kompetenz des Landeskriminalamts durch zusätzliche Experten erhöhen.
  • Verfassungsschutz soll nicht zur Gesinnungskontrolle genutzt werden.
  • Sanierungsstau bei den Feuerwehren beheben.

Zuständigkeit: Landeskriminalamt und Polizeiorganisation regelt das Land selbst.

CDU

  • Zusätzliche Stellen bei Staatsanwaltschaften, Gerichten und Kriminalpolizei.
  • Spezialisierte Stellen gegen Kinderpornografie und Cyberkriminalität.
  • Videoüberwachung ausweiten, um Angsträume zu verhindern.
  • Schutz von Einsatzkräften verbessern, Gewalt gegen sie konsequent verfolgen.

Zuständigkeit: Justiz- und Polizeipersonal sowie das Landesvideoüberwachungsrecht liegen beim Land.

Die Linke

  • Institutionelle Unabhängigkeit von Gerichten und Staatsanwaltschaften absichern.
  • Richter, Staatsanwälte und Justizbedienstete besser vor Bedrohungen schützen.
  • Präventions- und Schutzkonzepte gegen extremistische Einflussnahme.
  • Sichtbarkeit des Rechtsstaats in ländlichen Räumen sicherstellen.

Zuständigkeit: Gerichtsorganisation und Landesjustiz liegen beim Land, das Verfahrensrecht beim Bund.

Grüne

  • Verpflichtender Einsatz von Bodycams bei Androhung und Anwendung körperlicher Gewalt.
  • Kennzeichnungspflicht auf alle Einsatzlagen ausweiten.
  • Auf Online-Durchsuchung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung verzichten.
  • Anlassloses Filmen von Demonstrierenden beenden, Vorkehrungen gegen Racial Profiling.

Zuständigkeit: Polizeirecht und Kennzeichnungspflicht regelt das Land in seinem Sicherheits- und Ordnungsgesetz.

FDP

  • Derzeit steht nur ein Drittel der Polizeistellen für den Dienst auf der Straße zur Verfügung.
  • Investitionen in Brand- und Katastrophenschutz ermöglichen.
  • Verlässliche Ansprechpartner bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten.
  • Personalplanung der Landespolizei vorausschauend aufstellen.

Zuständigkeit: Personalplanung der Landespolizei liegt vollständig beim Land.

BSW

  • Mehr Personal im Streifen- und Ermittlungsdienst für Präsenz in Brennpunkten.
  • Präsenz vor Technik statt unverhältnismäßigem Ausbau der Videoüberwachung.
  • Besoldung und Zulagen an das Niveau westlicher Bundesländer angleichen.
  • Übergriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste konsequent ahnden.

Zuständigkeit: Besoldung der Landesbeamten legt das Land fest. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Kommunen & Verwaltung28 Positionen

SPD

  • An der in der Verfassung abgesicherten Konnexität festhalten.
  • Beim Bund auf Umsetzung der Konnexitätssicherung dringen.
  • Altersgrenzen für Landräte und Bürgermeister aufgehoben, um Kandidaturen zu erleichtern.
  • Kommunen bei der Wahrnehmung übertragener Aufgaben finanziell absichern.

Zuständigkeit: Konnexität ist in der Landesverfassung verankert. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

AfD

  • Konnexitätsprinzip ernst nehmen: Wer bestellt, bezahlt.
  • Kosten neuer Pflichten oder höherer Standards vollständig ausgleichen.
  • Land übernimmt die Unfallversicherung für Einsatzkräfte, weil die kommunale Finanzkraft zu ungleich ist.
  • Angriffe auf Einsatzkräfte konsequent verfolgen.

Zuständigkeit: Kommunalverfassung und Finanzausgleich regelt das Land selbst.

CDU

  • Aufgabenübertragungen an Kommunen künftig vollständig finanzieren.
  • Konnexitätsprinzip uneingeschränkt anwenden, bestehende Übertragungen nachfinanzieren.
  • Finanzausgleichsgesetz novellieren, kommunale Finanzausstattung dauerhaft stärken.
  • Investitionsmittel mehrjährig, planbar und unbürokratisch bereitstellen.

Zuständigkeit: Das Finanzausgleichsgesetz ist Landesrecht. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Die Linke

  • Kommunale Finanzausstattung stärken und stabilisieren.
  • Altschulden kommunaler Wohnungsunternehmen konsequent abbauen.
  • Landes- und kommunale Flächen vor Privatisierung schützen.
  • Steuerausfälle durch Bundesgesetze müssen vom Bund vollständig ausgeglichen werden.

Zuständigkeit: Kommunalfinanzen liegen beim Land, ein Altschuldenschnitt erfordert auch Bundesmittel.

Grüne

  • Mehr direkte Zuweisungen statt komplizierter Förderprogramme.
  • Echte Umsetzung der Konnexität: Wer bestellt, muss auch bezahlen.
  • Klimapakt mit den Kommunen für die Energiewende vor Ort.
  • Kommunen bei Klimaanpassung und Hochwasserschutz stärker unterstützen.

Zuständigkeit: Kommunalfinanzierung und Landesförderung liegen beim Land.

FDP

  • Konnexität strikt einhalten, übertragene Aufgaben auskömmlich finanzieren.
  • Finanzströme zwischen Land und Kommunen entflechten.
  • Mindestumfang freiwilliger Leistungen im Finanzausgleichsgesetz festschreiben.
  • Infrastrukturelle Bedürfnisse des ländlichen Raums stärker berücksichtigen.

Zuständigkeit: Finanzausgleichsgesetz und Konnexität sind Landesrecht.

BSW

  • Aufgaben nur übertragen, wenn sie vollständig gegenfinanziert sind.
  • Kreditaufnahme nur dort, wo sie langfristige Werte schafft.
  • Kommunen erbringen achtzig Prozent aller Verwaltungsleistungen und müssen handlungsfähig bleiben.
  • Kommunale Daseinsvorsorge als Ort, an dem Menschen Staat und Demokratie erleben.

Zuständigkeit: Kommunalverfassung und Haushaltsrecht des Landes liegen in Landeskompetenz.

Kultur, Sport & Ehrenamt28 Positionen

SPD

  • Ehrenamtsstiftung MV als zentrale Anlaufstelle erhalten.
  • Gute Bedingungen für über 300.000 Mitglieder in Sportvereinen schaffen.
  • Ehrenamt durch verlässliche Förderung, weniger Bürokratie und Beratung stützen.
  • Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring fortsetzen.

Zuständigkeit: Kultur-, Sport- und Ehrenamtsförderung sind Ländersache.

AfD

  • Breitensport als Gesundheitsvorsorge politisch und finanziell aufwerten.
  • Sport als unverzichtbaren Bestandteil schulischer Bildung verteidigen.
  • Ehrenamtskarte überarbeiten, mit echten Vorteilen wie Vergünstigungen im Nahverkehr.
  • Über 300.000 Menschen in Sportvereinen als Rückgrat der Gemeinschaft.

Zuständigkeit: Sport- und Ehrenamtsförderung kann das Land eigenständig auflegen, steuerliche Erleichterungen setzt der Bund.

CDU

  • Sportstätteninfrastruktur für Leistungs- und Breitensport deutlich ausbauen.
  • Landessportbund als zentralen Akteur stärken, Bundes- und Olympiastützpunkte erhalten.
  • Örtliche Sportvereine in die Ganztagsprogramme der Grundschulen einbinden.
  • Online-Bibliotheken der Hochschulen technisch vernetzen, Open Access ermöglichen.

Zuständigkeit: Sportstätten und Landessportbund liegen beim Land, Olympiastützpunkte werden mit dem Bund finanziert.

Die Linke

  • Prävention sexualisierter Gewalt für Sportvereine verpflichtend machen.
  • Para-Sport stärken, Breitensportangebote für Menschen mit Behinderung ausbauen.
  • Stützpunkte und Nachwuchsleistungssport sichern.
  • Jugendpolitik als Chance für Engagement, Sport und Teilhabe begreifen.

Zuständigkeit: Sport- und Jugendförderung liegen beim Land. Diese Vorhaben sind in Landeskompetenz.

Grüne

  • Künstlerhäuser, Proberäume, kleine Theater, Kinos und Musikschulen sichern.
  • Kultur als Zugang zu Bildung und Begegnung erhalten.
  • Regionen vor dem Verlust von Ideen, Identität und Gemeinschaft bewahren.
  • Bibliotheken und Werkstätten als Orte der Innovation stärken.

Zuständigkeit: Kulturförderung ist Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

FDP

  • Lernräume an Schulen, in Bibliotheken, Coworking-Spaces und bei Sportvereinen schaffen.
  • Museen, Büchereien, Theater und Werkstätten für frühkindliche Bildung öffnen.
  • Mindestumfang freiwilliger Leistungen sichert Vereine, Kultur und Sport ab.
  • Außerschulische Lernorte als feste Bestandteile der Bildung verankern.

Zuständigkeit: Bildungsorte und Finanzausgleich liegen beim Land.

BSW

  • Sportvereine, kulturelle Angebote und Ehrenamt als Orte der Begegnung stärken.
  • Spielstätten, Museen, Bibliotheken und soziokulturelle Zentren modernisieren.
  • Kulturelle Angebote im ländlichen Raum gezielt fördern.
  • Freiwillige Leistungen wie Kulturförderung und Sport vor Streichung schützen.

Zuständigkeit: Kultur- und Sportförderung liegen bei Land und Kommunen.

Küste, Meer & Tourismus28 Positionen

SPD

  • Das Land steht zu seinen Werften in Wismar, Rostock, Stralsund und Wolgast.
  • Seehäfen als Standorte für Offshore-Wind, Wasserstoff und saubere Schiffsversorgung.
  • Tourismus, Land- und Ernährungswirtschaft sowie maritime Wirtschaft als traditionelle Stärken.
  • Bau von Forschungsschiffen und U-Booten bei tkms in Wismar.

Zuständigkeit: Landeshäfen und Werftenstandortpolitik liegen beim Land, Marineaufträge beim Bund.

AfD

  • Neue Abgaben in einem künftigen Tourismusgesetz werden abgelehnt.
  • Bäderverkaufsverordnung liberalisieren, mehr verkaufsoffene Sonntage.
  • Werften als Bestandteil industrieller Wertschöpfung erhalten.
  • Schwerpunkt auf Spezialschiffbau für Marine, Küstenschutz, Forschung und Behörden.

Zuständigkeit: Bäderverkaufsverordnung und Ladenschluss sind Landesrecht. Ein Tourismusgesetz kann das Land selbst erlassen.

CDU

  • Hafen Rostock zur Chefsache machen und zum Logistik- und Energiemagneten entwickeln.
  • Cruise-Terminal stärken, neue Gewerbeflächen direkt am Hafen schaffen.
  • Deich- und Küstenschutz als naturbasierte Lösung ausbauen.
  • Jagd und Fischerei aktiv in Arten- und Naturschutz einbeziehen.

Zuständigkeit: Hafenentwicklung und Küstenschutz liegen beim Land, das Fischereirecht folgt EU-Vorgaben.

Die Linke

  • Tourismusabgabe einführen, um Infrastruktur und Wohnsituation für Beschäftigte zu verbessern.
  • Kinder- und Jugendtourismus ausbauen, Jugendherbergen stärken.
  • Soziale Standards in Tourismus und maritimer Industrie sichern.
  • Fischerei nachhaltig und regional ausrichten.

Zuständigkeit: Eine Tourismusabgabe kann das Land einführen. Fangquoten setzt die EU.

Grüne

  • Die Ostsee ist das bedrohteste Meer der Erde und muss geschützt werden.
  • Schadstoffeinträge reduzieren, umweltverträgliche Fangmethoden einführen.
  • Offshore-Windkraft, erneuerbare Antriebe und Schiffsrecycling fördern.
  • Nachhaltige Ganzjahresangebote für Touristen und Einheimische.

Zuständigkeit: Meeresschutz und Fangmethoden richten sich nach EU-Recht, Landesförderung liegt beim Land.

FDP

  • Maritime Wertschöpfungszentren aufbauen, in denen Werften, Zulieferer und Forschung zusammenwirken.
  • Wassertiefe in den Häfen Rostock, Wismar, Sassnitz und Stralsund ausbauen.
  • Seehäfen besser an Schiene und Straße anbinden.
  • Binnen- und Seefischerei als Motor des ländlichen Raums anerkennen.

Zuständigkeit: Landeshäfen liegen beim Land, Fahrwassertiefen verantwortet überwiegend der Bund.

BSW

  • Keine Umwandlung von Werften und Betrieben in Rüstungsstandorte.
  • Volle Transparenz über militärische Aktivitäten in der Ostsee gegenüber Landtag und Kommunen.
  • Zivile Nutzung stärken: maritime Sicherheit, Katastrophen- und Küstenschutz.
  • Tourismuswirtschaft und maritime Wirtschaft als tragende Säulen des Landes.

Zuständigkeit: Verteidigungspolitik ist Sache des Bundes. Wirtschaftsförderung und Küstenschutz liegen beim Land.

Landwirtschaft & Fläche28 Positionen

SPD

  • Förderschwerpunkt auf bodenschonender und präziser Bewirtschaftung.
  • Biobetriebe, Junglandwirte und Betriebe mit hoher Veredelungstiefe fördern.
  • Moore für Photovoltaik nutzen und zugleich wiedervernässen.
  • Leguminosenprogramm zur heimischen Futterproduktion fortführen.

Zuständigkeit: Landesförderprogramme liegen beim Land, die Agrarförderung folgt EU-Recht.

AfD

  • Land- und Forstwirtschaft als Partner begreifen, nicht als Relikt.
  • Fischerei und Jagd als Formen der Kulturlandschaftspflege anerkennen.
  • Höhere Tierhaltungsstandards nur mit wirtschaftlich tragfähigen Übergangsfristen.
  • Planungssicherheit für Landwirte herstellen.

Zuständigkeit: Tierhaltungsstandards setzen Bund und EU, Landesförderung liegt beim Land.

CDU

  • Tierhaltung praktikabel, regional und modern gestalten.
  • Natur-, Arten- und Moorschutz kooperativ und wirtschaftlich tragfähig umsetzen.
  • Statt starrer Bio-Quoten Planungsperspektiven und Nutzungssicherheit für Betriebe.
  • Neue Züchtungstechnologien und Digitalisierung verantwortungsvoll nutzen.

Zuständigkeit: Naturschutz und Landesförderung liegen beim Land, Bio-Quoten und Züchtungsrecht bei EU und Bund.

Die Linke

  • Landnutzung und Forstwirtschaft klimaschützend und klimaresilient gestalten.
  • Moore, Wälder und Böden als natürliche Klimaschützer sichern.
  • Landwirtschaft, Forst und Fischerei nachhaltig und regional ausrichten.
  • Beteiligung, Evaluation und Nachsteuerung bei der Umsetzung des Klimaverträglichkeitsgesetzes verankern.

Zuständigkeit: Landesklimagesetz liegt beim Land, das Bundes-Klimaschutzgesetz beim Bund.

Grüne

  • Moor-Landwirtschaft (Paludikultur) und Moor-Solaranlagen wirtschaftlich tragfähig machen.
  • Umbau der Tierhaltung gemeinsam mit dem Bund sozial absichern.
  • Investitionshilfen für tiergerechte Ställe, Auslauf und Weidehaltung.
  • Landnutzung fördern, die Wasser schützt und CO₂ bindet.

Zuständigkeit: Moorschutz und Landesförderung liegen beim Land, das Tierhaltungsrecht beim Bund.

FDP

  • Tierbestände erhalten, dem Trend zur Aufgabe der Tierhaltung entgegentreten.
  • Begrenzung der Großvieheinheiten pro Hektar wird abgelehnt.
  • Land- und Forstwirtschaft sowie Binnen- und Seefischerei als Motor des ländlichen Raums.
  • Technologiegestützte Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft ausbauen.

Zuständigkeit: Tierhaltungsvorgaben stammen aus Bundes- und EU-Recht, die Förderung gestaltet das Land.

BSW

  • Ernährungssouveränität durch Unterstützung regionaler Landwirtschaft stärken.
  • Regionale Wertschöpfungsketten aufbauen, um Abhängigkeiten von globalen Krisen zu verringern.
  • Landeseigene Energiehandelsplattform für regionale Wertschöpfung.
  • Lernorte wie Bauernhöfe und Handwerksbetriebe in die Schulbildung einbeziehen.

Zuständigkeit: Regionale Förderung und Bildungsinhalte liegen beim Land, Handelsregeln bei EU und Bund.

Migration28 Positionen

SPD

  • Asyl und Migration mit Humanität und klaren Regeln gestalten.
  • Übergänge aus dem Asylsystem in die Erwerbsmigration erleichtern.
  • Aufenthalte in der Erstaufnahme so kurz wie möglich, Familien früh in die Kommunen.
  • Kampagne zur Willkommenskultur mit den Arbeitgeberverbänden fortführen.

Zuständigkeit: Erstaufnahme und Integrationsförderung liegen beim Land, Asyl- und Aufenthaltsrecht beim Bund.

AfD

  • Option eines landesweiten Aufnahmestopps.
  • Ausweisung krimineller Ausländer bereits im Strafverfahren regeln.
  • Grenz- und Rückführungspolizei gegen illegale Migration und Schleuserkriminalität.
  • Zuwanderung gezielt steuern, heimische Fachkräfte aktivieren.

Zuständigkeit: Ein Aufnahmestopp und Ausweisungen richten sich nach Bundes- und Europarecht.

CDU

  • Migration konsequenter steuern, Rückführungen bei fehlendem Bleiberecht umsetzen.
  • Integration dort stärker fördern, wo Menschen dauerhaft bleiben.
  • Flächendeckend Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber in den Kommunen schaffen.
  • Aufenthaltsermittlung bei untergetauchten Ausreisepflichtigen ermöglichen.

Zuständigkeit: Vollzug des Aufenthaltsrechts liegt beim Land, die Rechtsgrundlagen setzt der Bund.

Die Linke

  • Lebensgefährliche Abschiebungen beenden, UN-Kinderrechtskonvention uneingeschränkt anwenden.
  • Legale und sichere Fluchtwege ermöglichen, zivile Seenotrettung unterstützen.
  • Bezahlkarte in der jetzigen Form abschaffen.
  • Gleichberechtigte Teilhabe am Finanzverkehr statt Begrenzung von Bargeldabhebungen.

Zuständigkeit: Abschiebungen vollzieht das Land, das Asylrecht und die Bezahlkarte regelt der Bund.

Grüne

  • Bezahlkarte abschaffen und Geflüchteten einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen.
  • Ergänzende Sprach- und Integrationskurse, um Lücken der Bundesförderung zu schließen.
  • Anerkennung ausländischer Qualifikationen beschleunigen, Nachqualifikation unterstützen.
  • Klare Anlaufstellen für Zuwanderung und Rückkehr schaffen.

Zuständigkeit: Die Bezahlkarte kann das Land in eigener Zuständigkeit ausgestalten, das Asylrecht setzt der Bund.

FDP

  • Abschiebungen bei Vorliegen der Voraussetzungen konsequent umsetzen, keine Vollzugsdefizite.
  • Ausreisepflichtige nicht erst auf die Kommunen verteilen.
  • Menschen mit Bleibeperspektive Sprach- und Integrationskurse anbieten.
  • Soziale Leistungen nur bei geklärter Identität.

Zuständigkeit: Abschiebungen vollzieht das Land, die Voraussetzungen regelt Bundesrecht.

BSW

  • Beschleunigte und vereinfachte Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse.
  • Gezielte Sprachförderung für einwandernde Fachkräfte.
  • Bestehende Ausreisepflichten konsequent durchsetzen, mit Härtefallregelungen für gut Integrierte.
  • Mehr Menschen mit Behinderungen in reguläre Beschäftigung bringen.

Zuständigkeit: Anerkennungsstellen liegen beim Land, das Anerkennungsrecht überwiegend beim Bund.

Soziales & Familie28 Positionen

SPD

  • Wohnungsbau für bezahlbare Mieten fördern, Mietpreisbremse in touristischen Zentren.
  • Eigentumsbildung für Familien über zinsvergünstigte Darlehen der neuen Förderbank.
  • Frauentag als Feiertag erhalten.
  • Ehrenamtliche Teilhabe für Alleinerziehende erleichtern.

Zuständigkeit: Wohnraumförderung liegt beim Land, die Mietpreisbremse beruht auf Bundesrecht.

AfD

  • Grundsicherung konsequent auf Arbeitsanreize ausrichten, Reform der Hinzuverdienstgrenzen.
  • Wer arbeitet, muss spürbar besser dastehen als wer nicht arbeitet.
  • Junge Menschen sollen in der Heimat Familie gründen können.
  • Ökonomische Bildung stärken, damit politische Teilhabe nicht oberflächlich bleibt.

Zuständigkeit: Die Grundsicherung regelt der Bund. Das Land kann über den Bundesrat Einfluss nehmen.

CDU

  • Leitbild Familienland: Kinder willkommen, Eltern haben echte Wahlfreiheit.
  • Höhere Arbeitsanreize für Gering- und Normalverdiener.
  • Regionale Unterschiede bei sozialen Leistungen gezielt berücksichtigen.
  • Vielfältige Familienformen anerkennen: Alleinerziehende, Patchwork, Mehrgenerationenhaushalte.

Zuständigkeit: Landesfamilienpolitik liegt beim Land, Steuer- und Sozialrecht beim Bund.

Die Linke

  • Mietendeckel für Orte mit angespanntem Wohnungsmarkt unterstützen.
  • Förderprogramme für den sozialen Wohnungsbau reformieren und attraktiver gestalten.
  • Kinderarmut als strukturelles Problem angehen — jedes sechste Kind in MV ist betroffen.
  • Barrierefreie und generationenübergreifende Wohnformen stärken.

Zuständigkeit: Wohnraumförderung liegt beim Land. Mietendeckel und Mietpreisbremse sind Bundesrecht.

Grüne

  • Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen, Senioren und Auszubildende.
  • Kostenfreies Nahverkehrsticket für alle unter 27.
  • Bezahlbaren Wohnraum schaffen, damit Städte sich nicht entlang der Einkommen spalten.
  • Teilhabe auch für die sichern, die kein Auto haben oder keinen Führerschein machen dürfen.

Zuständigkeit: Nahverkehrstarife und Sozialtickets kann das Land mitgestalten.

FDP

  • Alle Formen des Zusammenlebens gleich behandeln, unabhängig vom Familienmodell.
  • Kommunen bei Leistungen nach dem Bundesteilhabegesetz vollständig refinanzieren.
  • Finanzierung der frühkindlichen Betreuung überprüfen und an den Bedarf anpassen.
  • Verlässliche Unterstützung für Kinder, Ältere und Kranke.

Zuständigkeit: Das Bundesteilhabegesetz ist Bundesrecht, die Refinanzierung der Kommunen regelt das Land.

BSW

  • Kinderarmut und Altersarmut dürfen nicht hingenommen werden.
  • Gerechte Verteilung von Ressourcen, Bildung und Chancen als Grundlage.
  • Ältere Menschen sollen gesellschaftliche Teilhabe erfahren.
  • Kinder- und Jugendhilfe dauerhaft handlungsfähig aufstellen.

Zuständigkeit: Kinder- und Jugendhilfe liegt bei Land und Kommunen, die Rente beim Bund.

Verkehr & Infrastruktur28 Positionen

SPD

  • Deutschlandticket weiterhin mit Landesmitteln unterstützen.
  • Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken vorantreiben, mehr Fördermittel einwerben.
  • Azubi- und Seniorentickets für bezahlbaren Nahverkehr.
  • Kostenfreie Nahverkehrsnutzung über Gästekarten in touristischen Orten.

Zuständigkeit: Bestellung des Nahverkehrs liegt beim Land, Regionalisierungsmittel und Bahnstruktur beim Bund.

AfD

  • Straßen in einen besseren Erhaltungszustand versetzen, größere Haushaltsmittel bereitstellen.
  • Planung und Genehmigung von Straßenbauvorhaben deutlich vereinfachen.
  • Landesweites Verkehrsverbundsystem für verlässliche Schulwege einführen.
  • Mobilität im ländlichen Raum als Voraussetzung für attraktiven Wohnraum.

Zuständigkeit: Landesstraßen verantwortet das Land, Bundesstraßen und Autobahnen der Bund.

CDU

  • Verkehrsinfrastruktur effizienter planen, Synergien zwischen Straße, Schiene und Nahverkehr nutzen.
  • Kommunen bei Erhalt und Sanierung der Radwege stärker unterstützen.
  • Mobilität für Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus nachhaltig sichern.
  • Hafen-Offensive Rostock mit besserer Verkehrsanbindung.

Zuständigkeit: Landesstraßen und Nahverkehr liegen beim Land, Häfen teilweise beim Bund.

Die Linke

  • Kostenfreier Nahverkehr für alle unter 21 Jahren.
  • Mobilität als Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe begreifen.
  • Binnenschifffahrtsflotte auf alternative Antriebe umrüsten.
  • Verkehrsangebote im Flächenland verlässlich und erreichbar gestalten.

Zuständigkeit: Nahverkehrstarife kann das Land festlegen, die Binnenschifffahrt regelt der Bund.

Grüne

  • U27-Deutschlandticket: kostenfreier Nahverkehr für alle unter 27.
  • Bus und Bahn fürs ganze Land, Mobilität vom Alltag her denken.
  • Radwege ausbauen und Flächen mehrfach nutzen, etwa mit Agri-Photovoltaik.
  • Vision Zero: keine Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern.

Zuständigkeit: Nahverkehrstarife und Radwegeplanung liegen beim Land.

FDP

  • Elektrifizierung und Ertüchtigung der Bahnstrecken, Ausbau der Wassertiefe in den Häfen.
  • Leistungsfähige Ost-West-Bundesstraße schaffen.
  • Erhalt vor Neubau: Sanierungsstau bei Landesstraßen und Brücken systematisch abarbeiten.
  • Kommunen beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur unterstützen.

Zuständigkeit: Bundesstraßen und Bahnstrecken verantwortet der Bund, Landeshäfen das Land.

BSW

  • Gute Straßen und Brücken, gepflegte Bahnhöfe, pünktliche Bus- und Bahnverbindungen.
  • Landesweit einheitliches Rufbussystem einführen.
  • Barrierefreier Nahverkehr mit besserer Vernetzung und Taktung.
  • Reaktivierung von Bahnstrecken auch für touristische Mobilität.

Zuständigkeit: Nahverkehr und Landesstraßen liegen beim Land, die Bahninfrastruktur beim Bund.

Wirtschaft & Arbeit28 Positionen

SPD

  • MV-Investitionsplan: fast zwei Milliarden Euro zusätzlich in Infrastruktur.
  • Tariftreue- und Vergabegesetz beibehalten: öffentliche Aufträge nur bei Tariflöhnen.
  • Mindestlohn als Untergrenze, gute Tariflöhne als Ziel.
  • Innovationen über regional vernetzte Hochschulen und zielgerichtete Forschungspolitik.

Zuständigkeit: Vergaberecht und Landesinvestitionen liegen beim Land. Der Mindestlohn ist Bundesrecht.

AfD

  • Erstklassige Bedingungen für Unternehmen, damit Arbeitsplätze im Land entstehen.
  • Regelmäßiger Runder Tisch mit Mittelstand, Handwerk und Kammern.
  • Bürokratieabbau als Schwerpunkt, Maßnahmen praxistauglich statt am Schreibtisch entwickelt.
  • Fachkräftesicherung vorrangig über heimische Kräfte.

Zuständigkeit: Wirtschaftsförderung und Landesbürokratie kann das Land regeln, das Zuwanderungsrecht der Bund.

CDU

  • Ansiedlungsoffensive: Unternehmensansiedlungen werden zur Chefsache.
  • Landeseigener „Start-up-Fonds MV“ für Gründungen und technologieorientierte Projekte.
  • Gezielt moderne Industrie ins Land holen, die wettbewerbsfähige Löhne zahlt.
  • Fachkräfteengpässe und regionale Unterschiede gezielt angehen.

Zuständigkeit: Ansiedlungspolitik und Landesfonds liegen in Landeskompetenz.

Die Linke

  • Abkehr von der Sparlogik: Bildungs- und Sozialoffensive jenseits der Schuldenbremse.
  • Tariftreuegesetz weiterentwickeln, Betriebs- und Personalräte stärken.
  • Arbeitsschutzbehörden aufgabengerecht mit Personal ausstatten.
  • Auf Bundesebene für eine Gemeindewirtschaftssteuer statt Gewerbesteuer eintreten.

Zuständigkeit: Die Schuldenbremse steht im Grundgesetz und in der Landesverfassung. Die Gewerbesteuer ist Bundesrecht.

Grüne

  • Günstige Rahmenbedingungen für energieintensive Industrien wie Batterieproduktion und Rechenzentren.
  • Günstiger grüner Strom als Standortvorteil nutzen.
  • Genehmigungsverfahren beschleunigen: digitalisierte Verfahren, mehr Planungskapazitäten.
  • Existenzgründungsfonds für Bio-Junglandwirte.

Zuständigkeit: Genehmigungsverfahren und Landesplanung liegen beim Land, das Energierecht beim Bund.

FDP

  • Zügige und unbürokratische Bereitstellung von Industrie- und Gewerbeflächen.
  • Landesweites Gewerbeflächenmanagement aufbauen.
  • Agentur für Sprunginnovationen zur Förderung disruptiver Technologien.
  • Hoch- und Berufsschulen zu regionalen Innovationszentren ausbauen.

Zuständigkeit: Gewerbeflächen und Landesplanung liegen beim Land. Diese Vorhaben sind in Landeskompetenz.

BSW

  • Förderung und Ansiedlung ziviler Wirtschaftszweige mit regionaler Wertschöpfung.
  • Bürokratieabbau, klare Zuständigkeiten und verständliche Strukturen.
  • Politik an den Bedürfnissen von Mittelstand, Handwerk und Selbstständigen ausrichten.
  • Städte-, Hochschul- und Kulturpartnerschaften für wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken.

Zuständigkeit: Wirtschaftsförderung liegt beim Land. Außenwirtschaftsbeziehungen sind Sache des Bundes.

Berlin13 Themen · 413 Positionen
Bildung & Schule31 Positionen

CDU

  • Klassen schrittweise verkleinern: höchstens 20 Kinder in Grundschulen, 25 an weiterführenden Schulen.
  • Gymnasium erhalten und stärken, Schulabschluss später an Abendschulen nachholbar.
  • Multiprofessionelle Ausstattung nach dem Prinzip „100 Prozent plus X“.
  • Landesprogramm für Mental Health, schulpsychologische Angebote ausbauen.
  • Baukostenzuschuss für Schulen in freier Trägerschaft stärken.

Zuständigkeit: Schulwesen und Kitas sind Landessache. Klassengrößen und Personalausstattung legt das Land fest.

SPD

  • Alle Abschlüsse an jedem Standort ermöglichen, ohne Schulwechsel bis zum Abitur.
  • Flex-Ganztag an Grundschulen bis einschließlich Klasse 6 ausbauen.
  • Zusätzliches Sprachförderangebot für Kitas in schwierigen Lagen.
  • Landesinstitut für berufliche Schulen zur Steuerung von Qualität und Entwicklung.

Zuständigkeit: Schulstruktur, Ganztag und Sprachförderung liegen vollständig in Landeskompetenz.

Grüne

  • Zahl der Gemeinschaftsschulen verdoppeln, längeres gemeinsames Lernen.
  • Schulsozialarbeit ausbauen, Schulstationen an allen Berliner Schulen.
  • Jährliche anonyme Feedback-Strukturen für Lehrkräfte in allen Schularten verpflichtend.
  • Transportkosten für Kinder mit Beeinträchtigungen auch in den Ferien übernehmen.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Landessache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Die Linke

  • Mehr Gemeinschaftsschulen, gemeinsames Lernen von der Einschulung bis zum Abschluss.
  • Gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule, eFöB auch für Jahrgangsstufe vier.
  • 36 inklusive Schwerpunktschulen realisieren, Schwerpunkt Geistige Entwicklung und Autismus.
  • Schulen demokratisieren: Klassenrat, eigenes Budget für Schülervertretungen.

Zuständigkeit: Schul- und Hochschulgebühren sowie die Schulstruktur regelt das Land selbst.

AfD

  • Unterrichtsgarantiegesetz und Lehrerausstattung von 110 Prozent.
  • Maximale Klassengröße im Schulgesetz festschreiben.
  • Fortbestand der Förderschulen sichern, Inklusionspflicht nur bei begründeter Aussicht auf Erfolg.
  • Klassische Vorschule an Grundschulen wieder ermöglichen, Deutsch als verpflichtende Sprache in Kitas.
  • Smartphones im Unterricht restriktiver handhaben, Anwesenheit digital erfassen.

Zuständigkeit: Schulgesetz und Schulstruktur sind Landesrecht. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

FDP

  • Schulpflicht auf ein qualifizierendes Schulvorbereitungsjahr in der Kita ausweiten.
  • Zumessung für pädagogisches Personal auf 110 Prozent anheben.
  • Exzellenzinitiative: zehn Prozent der Schulen als Leuchtturmschulen im Wettbewerb um Mittel.
  • Mehr Eigenverantwortung für Schulen, auch bei der Auswahl des eigenen Personals.
  • Kitagutschein automatisch mit der Geburtsurkunde ausstellen.

Zuständigkeit: Schulpflicht und Personalzumessung regelt das Land im Schulgesetz.

BSW

  • Schülerpraktika auf drei Blockpraktika von je zwei Wochen ausweiten.
  • „Detox-Klassen“ ohne Bildschirme in Grundschulen, keine Smartphones im Unterricht.
  • Zentrales IT-System für alle Schulen, eigene IT-Fachkräfte je Schule.
  • Schulreinigung perspektivisch rekommunalisieren, Bezirke entsprechend ausstatten.

Zuständigkeit: Schulausstattung liegt beim Land, die Schulreinigung organisieren die Bezirke.

Wohnen & Mieten33 Positionen

CDU

  • 80.000 neue Wohnungen bis Ende 2026, rund 7.000 davon durch landeseigene Unternehmen.
  • Preisgarantie beim Wohnungswechsel, damit Ältere in kleinere Wohnungen ziehen können.
  • Programm für Familienwohnen und „Junges Wohnen“ für Studierende und Auszubildende.
  • Mieterschutz vor allem durch konsequente Durchsetzung des geltenden Rechts.
  • Kundenzentren der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wiedereröffnen.

Zuständigkeit: Wohnungsbauförderung und die landeseigenen Gesellschaften steuert das Land. Mietrecht ist Bundesrecht.

SPD

  • Mietpreisprüfstelle zur Mietenaufsicht ausbauen, die beraten, verfolgen und sanktionieren soll.
  • Mehr als die Hälfte der neuen Wohnungen bei landeseigenen und gemeinwohlorientierten Unternehmen.
  • Milieuschutzgebiete ausweiten, kostenlose Beratung in den Bezirken.
  • SozialWohnWerk gründen, Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 überwinden.

Zuständigkeit: Mietenaufsicht und Milieuschutz liegen bei Land und Bezirken, das Mietrecht selbst beim Bund.

Grüne

  • Bezahlbare-Mieten-Gesetz mit verbindlicher Sozialquote bei der Wiedervermietung.
  • Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ umsetzen.
  • Landesamt für Wohnungswesen schaffen, um die Bezirke zu unterstützen.
  • Schärferes Gesetz gegen spekulativen Leerstand: Zwangsverwaltung nach sechs Monaten.
  • Zentrales Eigenbedarfskündigungskataster mit Abgleich der Meldedaten.

Zuständigkeit: Landesgesetze zu Miete und Leerstand kann das Land beschließen; das BGB-Mietrecht liegt beim Bund.

Die Linke

  • Volksentscheid umsetzen und 220.000 Wohnungen in öffentliche Hand überführen.
  • Sicher-Wohnen-Gesetz: große Vermieter müssen an niedrige und mittlere Einkommen vermieten.
  • Zehn Prozent der neu vermieteten landeseigenen und geförderten Wohnungen für wohnungslose Menschen.
  • Geschützten Wohnungsmarkt ausweiten, Quote für wohnungslose Familien.
  • Berlinovo baut verstärkt bezahlbare Wohnungen für Studierende und Seniorinnen.

Zuständigkeit: Vergesellschaftung nach Artikel 15 GG wäre ein Landesgesetz, das Mietrecht bleibt Bundesrecht.

AfD

  • Weniger Regulierung im Mietwohnungsbau, private Investitionen erleichtern.
  • Enteignung von Wohnungsunternehmen strikt ablehnen.
  • Geförderte und landeseigene Wohnungen vorrangig an langjährige Berliner vergeben.
  • Ausweisung von Milieuschutzgebieten begrenzen.
  • Generelles Verbot der Untervermietung von Sozialwohnungen.

Zuständigkeit: Vergabe landeseigener und geförderter Wohnungen regelt das Land, Milieuschutz die Bezirke.

FDP

  • Mietpreisbremse bei Neuvermietungen beenden, Mietendeckel in jeder Form ablehnen.
  • Kappungsgrenze für Bestandsmieten auf 20 Prozent in drei Jahren anheben.
  • Mieterprivatisierung: landeseigene Gesellschaften legen Verkaufskonzepte für Mieter vor.
  • Mietkaufmodell bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften einführen.
  • Eigentum besonders vor Enteignung und Vergesellschaftung schützen.

Zuständigkeit: Kappungsgrenze und Mietpreisbremse setzt das Land per Verordnung um, die Grundlage schafft der Bund.

BSW

  • Mindestens 6.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr, dauerhaft gebunden.
  • Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ umsetzen.
  • Neuer Anlauf für einen Mietendeckel.
  • Vorhandenen Wohnraum schützen und besser nutzen statt allein auf Neubau setzen.

Zuständigkeit: Sozialer Wohnungsbau und Bindungen liegen beim Land, ein Mietendeckel bräuchte Landesrecht.

Verkehr & Mobilität33 Positionen

CDU

  • U-Bahn, Fahrrad und Auto gleichberechtigt behandeln, kein Kulturkampf gegen das Auto.
  • Flexible Radwegbreiten und standortgerechte Lösungen statt starrer Planungsstandards.
  • Querungsrechte von Fußgängern und Radfahrern gegenüber abbiegenden Fahrzeugen sichern.
  • Öffentlichen Nahverkehr als Rückgrat der Stadt zuverlässig aufstellen.

Zuständigkeit: Straßen, Radwege und Nahverkehr liegen beim Land; die Luftverkehrssteuer beim Bund.

SPD

  • Alle Wohngebiete und Schulen sollen eine Haltestelle in kurzer Entfernung haben.
  • Netz sanieren, barrierefreie Haltestellen und Zugänge an allen Stationen.
  • Elektrifizierung des Busverkehrs fortsetzen, Straßenbahnausbau vorantreiben.
  • Gerechtere Verteilung der Verkehrsflächen, Konzept der kurzen Wege.
  • Nachtflugverbot am BER bleibt bestehen.

Zuständigkeit: Nahverkehrsplan und Straßenbahnausbau sind Landessache, das Nachtflugverbot regelt der Planfeststellungsbeschluss.

Grüne

  • 1.500 neue U-Bahn-Wagen, erweitertes Busangebot, emissionsfreie Flotte.
  • BVG und S-Bahn aus der Krise führen, Nahverkehr ohne Kürzungen sichern.
  • Durchgängige, geschützte Radwege in ganz Berlin ausbauen.
  • Diskriminierung im Nahverkehr bekämpfen, Schulungen bei BVG und S-Bahn.
  • Nahverkehr für seh- und lernbeeinträchtigte Menschen selbstständig nutzbar machen.

Zuständigkeit: Fahrzeugbeschaffung und Nahverkehrsangebot bestellt das Land bei BVG und S-Bahn.

Die Linke

  • Programm „Tschüss Auto, hallo D-Ticket“: ein Jahr Deutschlandticket für die Abgabe des Autos.
  • Keine Strafanzeigen von BVG und S-Bahn beim Fahren ohne Fahrschein.
  • Sanierungsstau der U-Bahn abbauen, bauliche Anlagen und Technik modernisieren.
  • Für die nächste Straßenbahngeneration 60-Meter-Züge prüfen.
  • Frauen-Nachttaxi als Ergänzung des Nahverkehrs entwickeln.

Zuständigkeit: Tarife und Angebot im Nahverkehr bestimmt das Land; das Deutschlandticket ist Bund-Länder-Sache.

AfD

  • 17. Bauabschnitt der A 100 realisieren und den inneren Autobahnring schließen.
  • Sicherheits- und Sauberkeitsstreifen auf allen U-Bahn-Linien, einheitliches Notrufsystem.
  • Offensive zur Personalgewinnung bei BVG und S-Bahn, zügiger Ausbau des Schienennetzes.
  • Mobilitätskonten, die Nahverkehr, Carsharing und Mikromobilität zusammenführen.
  • Programme „Sichere Schulwege 2030“ und „Sichere Knoten 2030“.

Zuständigkeit: Die A 100 ist Bundesfernstraße und wird vom Bund gebaut; Nahverkehr und Schulwege liegen beim Land.

FDP

  • Ausbau des U-Bahn-Netzes als Schwerpunkt des Nahverkehrs.
  • Vision Zero: keine Todesopfer im Straßenverkehr.
  • Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen, das Mobilitätssystem als Einheit betrachten.
  • Bei Engpässen auf faire Preise statt auf Verbote setzen.
  • BVG soll sich weiter über private Werbung an Fahrzeugen und in Bahnhöfen kofinanzieren.

Zuständigkeit: U-Bahn-Ausbau und Nahverkehrsvertrag liegen beim Land, die Straßenverkehrsordnung beim Bund.

BSW

  • Nahverkehr vor allem in den Außenbezirken ausbauen: Taktung, Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit.
  • Parkraummanagement, Quartiersgaragen und Ladezonen statt Abbau von Parkplätzen.
  • Kein ideologischer Gegensatz zwischen Auto, Fahrrad und Nahverkehr.
  • Ausbau von Straßen, Schienen und Knotenpunkten beschleunigen.

Zuständigkeit: Nahverkehrsangebot und Parkraumbewirtschaftung liegen bei Land und Bezirken.

Innere Sicherheit33 Positionen

CDU

  • Neue Polizeibefugnisse zur Videoüberwachung öffentlicher Räume konsequent nutzen.
  • Kriminalitätsauffällige Räume kurzfristig zu kriminalitätsbelasteten Orten erklären können.
  • Videoüberwachung an gefährdeten Polizeiliegenschaften und Fahrzeughöfen.
  • Verbundeinsätze von Ordnungsämtern, Polizei, Jobcentern und Justiz gegen Sozialleistungsbetrug.
  • Angsträume abbauen durch bessere Beleuchtung und übersichtliche Wegeführung.

Zuständigkeit: Polizeirecht ist Landesrecht. Videoüberwachung und kriminalitätsbelastete Orte regelt das ASOG.

SPD

  • Sonderinvestitionsprogramm für Wachen nach Vorbild der Schulbauoffensive.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Korruption verstärken.
  • Interkulturelle Kompetenz der Polizei ausbauen, Sensibilisierung für Rassismus und Queerfeindlichkeit.
  • Jedes Kind soll bis zum Schulabschluss einmal Polizei- und Feuerwehrkräfte erleben.
  • Kiezbeauftragte der Feuerwehr als Präventionsprojekt stärken.

Zuständigkeit: Polizei, Feuerwehr und Staatsanwaltschaft sind Landesbehörden.

Grüne

  • Rechtsextreme Straftaten konsequent verfolgen, Betroffene wirksam schützen.
  • Unabhängige Kontrolle der Polizei durch die Bürger- und Polizeibeauftragten verbessern.
  • Ansprechbarkeit der Polizei für Anwohnende und Gewerbetreibende durch Präsenz vor Ort.
  • Personal in Gerichten, Staatsanwaltschaften und Justizvollzug stärken.

Zuständigkeit: Polizeibeauftragte, Justizpersonal und Polizeirecht liegen vollständig beim Land.

Die Linke

  • Beim Einsatz von Waffen soll die Bodycam automatisch auslösen.
  • Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz diskriminierungssensibel überarbeiten.
  • Polizeiausbildung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht erhalten.
  • Gebäude von Polizei und Feuerwehr zügiger sanieren, Frauenanteil bei der Feuerwehr erhöhen.
  • Ausbildungs- und Einstellungsoffensive bei der Feuerwehr.

Zuständigkeit: Das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz und die Polizeiausbildung sind Landessache.

AfD

  • Vollständige Videoüberwachung in allen Brennpunktbereichen.
  • Mobile Polizeiwachen in Problemvierteln und ein dichteres Netz stationärer Wachen.
  • Bezirkspolizei bei den Ordnungsämtern mit Durchgriffsrechten einführen.
  • Arbeitsgruppe „Ident“ zur Klärung von Identität und Herkunft im Clan-Milieu.
  • Sanierungsstau bei den Liegenschaften der Berliner Polizei abbauen.

Zuständigkeit: Polizeiorganisation und Ordnungsämter regeln Land und Bezirke; das Strafrecht liegt beim Bund.

FDP

  • Sanierungsprogramm für Polizei- und Feuerwehrwachen auflegen.
  • Mehr Personal und bessere Bezahlung bei Gerichten, Staatsanwaltschaft, Feuerwehr und Polizei.
  • Kriminalität an Brennpunkten gezielt bekämpfen, die Polizei erhält dafür Befugnisse.
  • Schulungen von Polizei, Justiz und Verwaltung zu queerfeindlicher Hasskriminalität.

Zuständigkeit: Ausstattung und Personal von Polizei und Justiz sind Landessache.

BSW

  • Polizei entpolitisieren und ihre Neutralitätspflicht sichern.
  • Polizei von polizeifremden Aufgaben entlasten, mehr Einsatzkräfte bei Polizei und Feuerwehr.
  • Beschleunigte Verfahren bei Alltags- und Jugendkriminalität.
  • Konsequente Vermögensabschöpfung bei organisierter Kriminalität.
  • Quellen-TKÜ und KI nur gegen organisierte Kriminalität, Extremismus und Terrorismus.

Zuständigkeit: Polizeiorganisation ist Landesrecht; Quellen-TKÜ-Befugnisse stehen in Landes- und Bundesrecht.

Verwaltung & Digitales29 Positionen

CDU

  • Zweigliedrige Verwaltung konsequent weiter digitalisieren, über 450 Leistungen sind es bereits.
  • Verwaltung soll klar, verständlich und bürgernah kommunizieren.
  • Schulanmeldung, Zeugnisse und Klassenbücher vollständig digital abwickeln.
  • Konnexitätsregelung auch im Verhältnis zur Bundesebene verankern.

Zuständigkeit: Verwaltungsorganisation und Digitalisierung regelt das Land; Konnexität zum Bund bräuchte Bundesrecht.

SPD

  • Verwaltungsreform mit klaren Zuständigkeiten vorantreiben, Bescheide schnell und nachvollziehbar.
  • Auf europäische Bezahldienste bei den Onlinediensten der Verwaltung setzen.
  • „Einer-für-Alle“-Prinzip mit anderen Bundesländern stärken.
  • Durch Entbürokratisierung und beschleunigte Verfahren die Verwaltung effizienter machen.

Zuständigkeit: Verwaltungsreform und Onlinedienste liegen beim Land, das „Einer-für-Alle“-Prinzip ist Bund-Länder-Sache.

Grüne

  • Digitalgesetz für Berlin vollenden als Grundlage der weiteren Digitalisierung.
  • E-Akte übergreifend in allen Verwaltungen einführen.
  • Sichere Kommunikation zwischen den Behörden, sichere KI-Systeme integrieren.
  • Direkte Unterstützung bei der Antragstellung in den Bürgerämtern.

Zuständigkeit: Digitalgesetz, E-Akte und Bürgerämter liegen bei Land und Bezirken.

Die Linke

  • Parallele Digitalisierungsprojekte koordinieren, um Doppelentwicklungen zu vermeiden.
  • Verwaltung barrierefrei und diskriminierungsfrei zugänglich machen, vor Ort wie digital.
  • Ein LAB als offene Verwaltungseinheit bei der Senatsverwaltung für Finanzen einrichten.
  • AusbildungsLAB für eine offensive Nachwuchsgewinnung in der Verwaltung.

Zuständigkeit: Verwaltungsorganisation, Personal und Digitalisierung sind Landessache.

AfD

  • Berliner Verwaltung entpolitisieren und wieder für Bürger und Unternehmen da sein lassen.
  • Verwaltungskosten durch digitalisierte Antragsbearbeitung senken.
  • Analoge Behörden- und Lebenswege für Ältere sichern.
  • Digitalisierung der Schulverwaltung vorantreiben, Grundschulen bildschirmfrei halten.

Zuständigkeit: Verwaltungsaufbau und Schulverwaltung regelt das Land.

FDP

  • Direktwahl der Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeister einführen.
  • Bezirkliche Verwaltungen in die Landesebene überführen, Doppelzuständigkeiten abschaffen.
  • Genehmigungsverfahren verstärkt in Anzeigeverfahren umwandeln.
  • Bürokratiekostenindex nach dem Vorbild des Bundes etablieren.
  • Verwaltungsangebote und Dokumente auf Deutsch und Englisch verfügbar machen.

Zuständigkeit: Bezirksverfassung und Verwaltungsaufbau stehen im Landesrecht und können vom Land geändert werden.

BSW

  • Papierakten abschaffen und durch digital geführte Akten ersetzen.
  • Genehmigung gilt nach Fristablauf als erteilt, wenn die Behörde nicht widerspricht.
  • Antwortpflicht der Bezirksdezernenten gegenüber Bürgern im Bezirksverwaltungsgesetz festlegen.
  • Personalmangel der Bezirksverwaltungen durch koordiniertes Handeln beheben.

Zuständigkeit: Bezirksverwaltungsgesetz und Verwaltungsverfahren sind Landesrecht.

Soziales & Familie30 Positionen

CDU

  • Netzwerk für Alleinerziehende ausbauen, besserer Schutz vor Wohnraumverlust.
  • Berliner Familienportal mit automatisierter Beantragung von Kindergeld und Kitagutschein.
  • Familienzentren an Kitas und Grundschulen weiterentwickeln.
  • Initiativen wie „Armut eine Stimme geben“ gezielt unterstützen.
  • Startbonus und praxisnahe Regelungen für Pflegefamilien.

Zuständigkeit: Familienförderung und Beratungsangebote liegen bei Land und Bezirken, Kindergeld beim Bund.

SPD

  • Gesamtstrategie gegen Armut und soziale Ausgrenzung entwickeln.
  • Gleichstellung von Regenbogenfamilien entschlossen vorantreiben.
  • Inklusion und Barrierefreiheit in der ganzen Stadt durchsetzen.
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch bedarfsgerechte Kinderbetreuung verbessern.

Zuständigkeit: Landesstrategien gegen Armut und Landesgleichstellungsrecht liegen beim Land, das Familienrecht beim Bund.

Grüne

  • Altersarmut und Einsamkeit entschlossen bekämpfen, ein Drittel der Seniorinnen ist betroffen.
  • Seniorenvertretungen gewinnen und ihre Sichtweisen einbeziehen.
  • Familien in allen Formen unterstützen, ob verheiratet, getrennt oder Regenbogenfamilie.
  • Kinder und Jugendliche von Beginn an optimal fördern.

Zuständigkeit: Seniorenvertretungen und Familienförderung regelt das Land, die Rente der Bund.

Die Linke

  • Kinder- und Familienarmut entschieden bekämpfen, fast ein Drittel ist betroffen.
  • Familienfördergesetz mit verbindlichen Standards in Umfang, Qualität und Finanzierung erhalten.
  • Familienservicebüros sowie Erziehungs- und Familienberatungsstellen dauerhaft sichern.
  • Soziale Angebote online und vor Ort zugänglich machen, mit klaren Ansprechpartnern.

Zuständigkeit: Das Familienfördergesetz ist Landesrecht, Rentenniveau und Mindestlohn liegen beim Bund.

AfD

  • Familie aus Vater, Mutter und Kindern als Keimzelle der Gesellschaft schützen.
  • Wunsch- und Wahlrecht bei Leistungen des Jugendamtes konsequent anwenden.
  • Erziehungs- und Familienberatung sowie Familienpflege stärken.
  • Altersgerechten und bezahlbaren Wohnraum gezielt ausbauen.
  • Auch getrennte Familien und besondere Lebenslagen ausdrücklich unterstützen.

Zuständigkeit: Jugendhilfe führen die Bezirke aus, das SGB VIII setzt der Bund.

FDP

  • Housing-First-Strategie gegen Obdachlosigkeit als zusätzliches Instrument.
  • Digitale Plattform für Kita- und Schulanmeldungen in Echtzeit.
  • Seniorenvertretungen rechtlich und finanziell stärken, Landesseniorenbeirat abschaffen.
  • Zusammenarbeit der sozialen Dienste deutlich verbessern.

Zuständigkeit: Obdachlosenhilfe und Seniorenvertretungen liegen bei Land und Bezirken.

BSW

  • Wohnungslosigkeit verhindern statt verwalten, über 55.000 Menschen sind betroffen.
  • Zusätzliche Anlaufstellen zur Beratung und Unterstützung von Betroffenen einrichten.
  • Direkte Hilfen wie finanzielle Unterstützung, Lebensmittel und Kleidung fördern.
  • Menschenwürdige Standards in Unterkünften und verlässliche soziale Begleitung.

Zuständigkeit: Unterbringung und Wohnungslosenhilfe sind Aufgabe von Land und Bezirken.

Gesundheit & Pflege32 Positionen

CDU

  • Pflegekammer in Berlin einrichten.
  • Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte spürbar von Verwaltungsaufgaben entlasten.
  • Digitale Vernetzung von Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vorantreiben.
  • Zusätzliche Pflegeplätze schaffen und die Kurzzeitpflege ausbauen.
  • Hitzeschutz als feste Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes verankern.

Zuständigkeit: Pflegekammer und Öffentlicher Gesundheitsdienst sind Landessache, die Pflegeversicherung Bundesrecht.

SPD

  • Integrierte Gesundheitszentren ausbauen, wenn nötig kommunal.
  • Facharzttermin innerhalb von 14 Tagen für alle Überweisungen.
  • Altenhilfestrukturgesetz macht Altenhilfe zur Pflichtaufgabe.
  • Pflegenottelefon einrichten, Pflegeeinrichtungen engmaschiger kontrollieren.
  • Kurzzeit- und Verhinderungspflege erweitern, Pflegestützpunkte bekannter machen.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung und Altenhilfe regelt das Land; Facharzttermine liegen bei der Selbstverwaltung.

Grüne

  • Aufbau einer Pflegekammer fördern und nach der Aufbauphase evaluieren.
  • Landespflegegesetz mit verbindlicher Landespflegestrukturplanung schaffen.
  • Community Health Nurses als neue Säule in der Pflege einführen.
  • Pflege selbstbestimmt, wohnortnah, inklusiv und kultursensibel gestalten.

Zuständigkeit: Landespflegegesetz und Pflegekammer kann das Land selbst beschließen.

Die Linke

  • Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitszentren energetisch sanieren und klimaneutral umbauen.
  • Hausbesuche besser vergüten, damit Pflegebedürftige gut versorgt bleiben.
  • Bezirkliche Pflegeplanung mit kieznahen Versorgungsangeboten und lokalen Netzwerken.
  • Präventionsprogramme und Schutzkonzepte gegen Gewalt an Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Zuständigkeit: Krankenhausinvestitionen und Pflegeplanung liegen beim Land, die Vergütung bei der Selbstverwaltung.

AfD

  • Pflegegeld wegen der Inflation um 23 Prozent erhöhen.
  • Entlastungsangebote für pflegende Angehörige ausbauen und verständlich darstellen.
  • Stationäre Pflege über Landeszuschüsse auf eine tragfähige Basis stellen.
  • Sozialämter ertüchtigen, damit Kostenübernahmen schneller entschieden werden.

Zuständigkeit: Pflegegeld regelt das Bundesrecht; Landeszuschüsse und Sozialämter liegen bei Land und Bezirken.

FDP

  • Verpflichtende Mitgliedschaft in einer Pflegekammer entschieden ablehnen.
  • Digitalisierungsoffensive, damit Pflegekräfte und Ärzte weniger Zeit für Statistikprozesse brauchen.
  • Landesamt übernimmt Gesundheits- und Infektionsschutzaufgaben der Bezirke.
  • Hebammenmangel in der Geburtshilfe stationär und ambulant angehen.
  • Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen gegen Hackerangriffe schützen.

Zuständigkeit: Pflegekammer und Gesundheitsverwaltung sind Landessache.

BSW

  • Ausgegliederte Betriebe von Charité und Vivantes zurückführen.
  • Öffentlichen Gesundheitsdienst personell, finanziell und organisatorisch stärken.
  • Klar gedeckelte Eigenanteile in der Pflegeversicherung.
  • Hebammenvermittlung berlinweit koordinieren und mit Anreizsystemen unterstützen.
  • Missbrauch durch Leiharbeitsfirmen in den Kliniken eindämmen.

Zuständigkeit: Charité und Vivantes gehören dem Land; die Pflegeversicherung regelt der Bund.

Energie & Klima33 Positionen

CDU

  • Klimapakt mit über einer halben Milliarde Euro für die Dekarbonisierung der Fernwärme.
  • Solarpflicht ablehnen und das Berliner Solargesetz abschaffen.
  • Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie als Maßstab der Wärmeplanung.
  • Geothermie erschließen, Millionen für stadtweite Messungen bereitstellen.
  • Hitzeschutz ausbauen, weil Hitzeperioden häufiger werden.

Zuständigkeit: Wärmeplanung und Landesgesetze zur Solarpflicht liegen beim Land, Energiesteuern beim Bund.

SPD

  • Fernwärmeausbau über den landeseigenen Anbieter Berliner Energie und Wärme vorantreiben.
  • Verbraucherfreundliche Wärmewende mit transparenter Preispolitik.
  • Quartiersenergie- und Wärmeberatung als neue Anlaufstellen vor Ort.
  • BSR soll eine stärkere Rolle für ein klimaneutrales Berlin übernehmen.
  • Oberflächennahe Geothermie und Wärmepumpen systematisch einsetzen.

Zuständigkeit: Fernwärme und Landesunternehmen steuert das Land selbst.

Grüne

  • Fernwärmenetz und Stromversorgung konsequent dekarbonisieren, Gasnetz perspektivisch stilllegen.
  • Förderprogramm „SolarPLUS“ stärken und den Anteil der Solarenergie deutlich erhöhen.
  • Abwärme aus Industrie, Gewerbe und Rechenzentren sowie Geothermie erschließen.
  • Öffentliche Liegenschaften im Einzugsgebiet der Wärmenetze einbinden.
  • Energieverbrauch senken, um schneller klimaneutral zu werden.

Zuständigkeit: Wärmeplanung, Solarförderung und Netzentscheidungen liegen in Landeskompetenz.

Die Linke

  • Berlin bis spätestens 2040 klimaneutral, das CO2-Budget des Klimaschutzgesetzes einhalten.
  • Klimafolgenabschätzung zu einem Klimavorbehalt für alle Senatsvorlagen ausweiten.
  • Kommunale Wärmeplanung und Dekarbonisierungsfahrplan für die Fernwärme umsetzen.
  • Kalte und warme Nahwärmenetze außerhalb des zentralen Fernwärmenetzes unterstützen.
  • Für den Standort Klingenberg Alternativen zur Holzverbrennung suchen.

Zuständigkeit: Klimaschutzgesetz und Wärmeplanung sind Landesrecht.

AfD

  • Klimaschutz- und Energiewendegesetz durch ein Sichere-Energie-Gesetz ersetzen.
  • Ziel „Berlin klimaneutral 2045“ als ideologisches Prestigeprojekt aufgeben.
  • Über eine Bundesratsinitiative Energiesteuern senken und die CO2-Abgabe abschaffen.
  • Grundlastfähigen Energiemix sicherstellen, um Blackouts zu vermeiden.

Zuständigkeit: Das Klimaschutz- und Energiewendegesetz kann das Land ändern; Steuern und CO2-Abgabe nur über den Bundesrat.

FDP

  • Weitere Verschärfungen der energetischen Anforderungen an Gebäude ablehnen.
  • Fern- und Nahwärmenetze ausweiten, Einspeisung von Abwärme Dritter ermöglichen.
  • Massiver Ausbau der Geothermie, Potenziale von Kleinwindanlagen nutzen.
  • Defossilisierte Fernwärme durch Technologieoffenheit statt staatlicher Vorgaben.
  • Besonderen Fokus auf Klimaanpassung legen, nicht nur auf Klimaschutz.

Zuständigkeit: Landesvorgaben zu Gebäuden und Wärmenetzen liegen beim Land, das Gebäudeenergiegesetz beim Bund.

BSW

  • Konsequenten Ausbau von Fernwärmeanlagen fordern.
  • Abschaffung des CO2-Preises, weil er Wirtschaft und Bürger belastet.
  • In Energieinfrastruktur investieren, damit Anlagen nicht abgeschaltet werden müssen.
  • Sichere, wettbewerbsfähige und technologieoffene Energieversorgung.

Zuständigkeit: Fernwärmeausbau liegt beim Land, der CO2-Preis beim Bund und der EU.

Wirtschaft & Arbeit32 Positionen

CDU

  • Vom Land beeinflussbare Steuern nicht erhöhen, stabile Gewerbesteuer als Standortfaktor.
  • Start-up-Hauptstadt ausbauen, Cloud-Infrastruktur und KI-Rechenleistung fördern.
  • Landesprogramm zur Vernetzung von Start-ups und etablierten Unternehmen.
  • Berufe ohne Studium an allen Schulformen stärker bewerben.
  • Landeseigene Unternehmen auf wirtschaftliche Stabilität und Daseinsvorsorge verpflichten.

Zuständigkeit: Gewerbesteuerhebesatz und Wirtschaftsförderung bestimmt das Land.

SPD

  • Drei weitere kommunale Gewerbehöfe bis zum Ende der Wahlperiode bauen.
  • Industriegebiete sichern, auf Gewerbeflächen auch Wohnraum für Fachkräfte ermöglichen.
  • Regelmäßiger Austausch von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften für schnelle Entscheidungen.
  • Berliner Nachfolgezentrale sichern und die Unternehmensnachfolge unterstützen.

Zuständigkeit: Gewerbeflächen und Wirtschaftsförderung liegen bei Land und Bezirken.

Grüne

  • Solidarische Ausbildungsplatzumlage einführen.
  • Fachkräftestrategie entwickeln und Ausbildungsabbrüche verringern.
  • Masterplan „Soziale und solidarische Unternehmen“ auflegen.
  • Faire Vergütung und gute Bedingungen während der Ausbildung gewährleisten.

Zuständigkeit: Eine Ausbildungsumlage kann das Land per Landesgesetz einführen.

Die Linke

  • Ausbildungsplatzumlage, um ausbildende Unternehmen von den Kosten zu entlasten.
  • Handwerk gegen steigende Gewerbemieten schützen und Ausbildungsverbünde stärken.
  • Tarifbindung für alle Landesbeteiligungen und Angleichung des Tarifniveaus der Töchter.
  • Bezahlbare Gewerbeflächen für kleine und mittlere Unternehmen sichern.
  • Bedarfe des Handwerks im Wirtschaftsverkehrskonzept stärker berücksichtigen.

Zuständigkeit: Ausbildungsumlage und Tarifbindung der Landesbeteiligungen sind Landessache.

AfD

  • Ausbildungsplatzumlage ablehnen, betriebliche Ausbildung stattdessen fördern.
  • Öffentliches Gewerbeflächenkataster und aktives Standortmarketing einführen.
  • Meistergründungsprämie und höheres Aufstiegs-BAföG.
  • Jugendberufsagenturen ausbauen und Berufsorientierung an Schulen stärken.
  • Berufsschulen sachlich und personell besser ausstatten.

Zuständigkeit: Berufsschulen und Wirtschaftsförderung liegen beim Land, das Aufstiegs-BAföG beim Bund.

FDP

  • Sabbaticals für die Gründung von Unternehmen ermöglichen.
  • Wissenschaft und Forschung über die Clusterpolitik hinaus mit Start-ups vernetzen.
  • Gezielt internationale Fachkräfte anziehen und die Stadt als Arbeitsort positionieren.
  • Digitalisierung der Oberstufenzentren vorantreiben.
  • Forschung, Start-ups und Unternehmen der Metropolregion für Wasserstoff zusammenbringen.

Zuständigkeit: Wirtschaftsförderung und Oberstufenzentren sind Landessache; Zuwanderungsrecht regelt der Bund.

BSW

  • Ausbildungsplatzabgabe nur für Unternehmen ab 20 Mitarbeitern, kleine Betriebe fördern statt bestrafen.
  • Schülerpraktika in Betrieben verdoppeln, Hochschulen für Orientierungsstudien öffnen.
  • Kommunales Bauunternehmen mit eigenen Produktionskapazitäten gründen.
  • Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen erleichtern.

Zuständigkeit: Ausbildungsabgabe und Landesunternehmen liegen beim Land, Tarifrecht beim Bund.

Migration & Integration31 Positionen

CDU

  • Illegale Migration begrenzen und die GEAS-Richtlinie konsequent umsetzen.
  • Zur humanitären Verantwortung und zum Grundrecht auf Asyl stehen.
  • Teilnahme an Sprach- und Integrationsangeboten aktiv einfordern.
  • Arbeitsgelegenheiten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausbauen.

Zuständigkeit: Asyl- und Aufenthaltsrecht setzt der Bund, Unterbringung und Integrationsangebote das Land.

SPD

  • Einbürgerungszentrum fortführen und die Einbürgerungszahlen weiter steigern.
  • Menschenwürdiges, dezentrales Wohnen, Gemeinschaftsunterkünfte schrittweise abbauen.
  • Gemeinschaftspauschale pro Geflüchteten und Bezirk stärken.
  • Zügiger Familiennachzug, wenn der Lebensunterhalt gesichert ist.

Zuständigkeit: Einbürgerung und Unterbringung führt das Land aus, das Staatsangehörigkeitsrecht kommt vom Bund.

Grüne

  • Diskriminierende Bezahlkarte abschaffen.
  • Abschiebungen nur in Ausnahmefällen, keine Abschiebungen nach Afghanistan, Syrien oder Iran.
  • Zum Kirchenasyl als Instrument in Ausnahmesituationen stehen.
  • Zustimmungspflichten der Bundesagentur für Arbeit im laufenden Asylverfahren streichen.

Zuständigkeit: Die Bezahlkarte kann das Land selbst regeln, das Asylrecht liegt beim Bund.

Die Linke

  • Landesrechtliche Spielräume und Härtefallregelungen für mehr Einbürgerungen nutzen.
  • Landesamt für Einwanderung diskriminierungssensibel aufstellen.
  • Einbürgerungsrechtsberatung im Willkommenszentrum personell stärken.
  • Gleichberechtigter Zugang Geflüchteter zum Gesundheitssystem.
  • Kostenlose und berufsspezifische Sprachkurse ausweiten.

Zuständigkeit: Landesamt für Einwanderung und Härtefallregelungen liegen beim Land.

AfD

  • Landesamt für Einwanderung zu einem Landesamt für Einwanderung, Asyl und Remigration umbauen.
  • Berliner Abschiebezentrum einrichten, um Rückführungen effizient durchzuführen.
  • Sachleistungen statt Geldleistungen, um Anreize abzubauen.
  • Zuwanderung strikt steuern und begrenzen.
  • Rückführungs-Offensive mit bilateralen Rückübernahmeabkommen.

Zuständigkeit: Behördenorganisation regelt das Land, Rückführungsabkommen und Leistungsrecht der Bund.

FDP

  • Mehrstaatlichkeit ermöglichen und Einbürgerungsverfahren beschleunigen.
  • Faktische Aussetzung von Abschiebungen im Winter ablehnen.
  • Extrabudget für Schulen mit hohem Bedarf an Integrationsangeboten.
  • Ausländische Abschlüsse bei gleichwertiger Qualifikation anerkennen.
  • Nach Ausbildung oder Studium eineinhalb Jahre Zeit, einen Arbeitsplatz zu finden.

Zuständigkeit: Schulbudgets und Anerkennungsstellen liegen beim Land, Staatsangehörigkeitsrecht beim Bund.

BSW

  • Ungeregelte Zuwanderung grundsätzlich ablehnen, weil sie Kommunen und Sozialstaat überfordert.
  • Zuwanderung und Integration gerecht und vernünftig regeln.
  • Allen deutschen Staatsbürgern unabhängig von Herkunft gleiche Bildungs- und Berufschancen geben.
  • Bestehende Ausreisepflichten rechtsstaatlich durchsetzen.

Zuständigkeit: Zuwanderungsrecht ist Bundesrecht, Durchsetzung und Unterbringung Sache des Landes.

Bezirke & Stadtentwicklung32 Positionen

CDU

  • Quartiersgaragen ausbauen, um in dicht bebauten Kiezen Parkraum zu schaffen.
  • Rechtssichere Regelungen für Spätis als Treffpunkte und Nahversorger im Kiez.
  • Die acht gesetzlich möglichen verkaufsoffenen Sonntage tatsächlich ermöglichen.
  • Seniorenarbeit in den Bezirken ausbauen, Kooperation mit freien Trägern prüfen.

Zuständigkeit: Parkraum, Ladenöffnung und Seniorenarbeit liegen bei Land und Bezirken.

SPD

  • Bezirke übernehmen die operativen Aufgaben, die Senatsverwaltungen steuern gesamtstädtisch.
  • Personalverteilung der BSR am Müllaufkommen ausrichten statt an Bezirksgrenzen.
  • In jedem Kiez einmal pro Quartal ein Kieztag.
  • Neue Quartiere von Anfang an mit kultureller Infrastruktur planen, in allen Bezirken.
  • Landesgaststättengesetz umsetzen, um Unternehmen und Verwaltung zu entlasten.

Zuständigkeit: Aufgabenteilung zwischen Senat und Bezirken regelt das Land im Bezirksverwaltungsgesetz.

Grüne

  • Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Bezirken garantieren.
  • Saubere Grünflächen sowie intakte Spiel- und Sportplätze als Daseinsvorsorge behandeln.
  • Superkieze schaffen: verkehrsberuhigt, klimaresilient, mit versickerungsfähigem Boden.
  • Neue Stadtquartiere mit Wohnen, Arbeiten, Infrastruktur und Grün zusammen planen.
  • Anpassung an Hitze und Starkregen zum Leitprinzip der Stadtentwicklung machen.

Zuständigkeit: Stadtentwicklung und Grünflächen liegen bei Land und Bezirken.

Die Linke

  • Bezirke bedarfsgerecht finanzieren und ihre Handlungsfähigkeit sichern.
  • Aufsicht über die Bezirke partnerschaftlich gestalten, mit Zielvereinbarungen auf Augenhöhe.
  • Bezirkliche Bauplanungsämter stärken.
  • Kiezblock-Initiativen mit Beteiligung von Anwohnern, Handel und Gewerbe unterstützen.
  • Neue Stadtquartiere für bezahlbaren Wohnraum voranbringen.

Zuständigkeit: Bezirksfinanzierung und Aufsicht über die Bezirke regelt das Land.

AfD

  • Bezirksbürgermeister sollen in den Bezirken direkt gewählt werden.
  • Aufgaben auf eine Bezirkspolizei bei den Ordnungsämtern übertragen.
  • Parks, Kleingärten und Wälder sichern, Windräder in Berliner Wäldern verhindern.
  • Veterinärämter der Bezirke personell verstärken.

Zuständigkeit: Die Direktwahl der Bezirksbürgermeister wäre eine Änderung der Verfassung von Berlin.

FDP

  • Bezirksverordnetenversammlungen zu starken, transparenten Beteiligungsgremien weiterentwickeln.
  • Digitale Sitzungen der BVV auch ohne besondere Notlage ermöglichen.
  • Patenschaften für die Pflege von Straßenbäumen und Grünflächen ermöglichen.
  • Finanzierung des Projekts „Parkläufer“ verstetigen.
  • Gemischte Quartiere statt Gebiete mit ausschließlich Mietwohnungen.

Zuständigkeit: Bezirksverfassung und BVV-Recht stehen im Landesrecht.

BSW

  • Feste Sperrmüllabfuhr in allen Bezirken, mindestens zweimal im Jahr und kostenlos.
  • Mobile Recyclingstationen regelmäßig durch die Kieze fahren lassen.
  • Grünflächen als Daseinsvorsorge behandeln, Stadtgrün und Biodiversität stärken.
  • Bezirke entlasten, die bei der Unterbringung bislang am meisten geleistet haben.

Zuständigkeit: Abfallentsorgung und Grünflächenpflege liegen bei Land und Bezirken.

Kultur, Sport & Ehrenamt33 Positionen

CDU

  • „Sport 365“ ausbauen für ganzjährige, wohnortnahe Angebote in allen Bezirken.
  • Sport-AGs an Kitas und Schulen ausbauen, Kooperation mit Vereinen stärken.
  • Digitale Zugangs- und Buchungssysteme für Sportanlagen fördern.
  • Breiten-E-Sport in die Sportverwaltung eingliedern.
  • Zusammenarbeit mit Landessportbund und Behindertensportverband vertiefen.

Zuständigkeit: Sportförderung und Sportanlagen liegen bei Land und Bezirken.

SPD

  • Kulturfördergesetz und Stadtentwicklungsplan Kultur verankern Kultur in der Stadtplanung.
  • Kultureinrichtungen nach den Kürzungen wieder klare Perspektiven geben.
  • Vereinsinvestitionsprogramm entbürokratisieren und finanziell stärken.
  • Fördervereinbarung mit dem Landessportbund über 2029 hinaus fortführen.
  • Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen für kulturelle Teilhabe sichern.

Zuständigkeit: Kulturförderung und Sportinfrastruktur sind Landes- und Bezirksaufgabe.

Grüne

  • Sporthallen und Sportplätze sollen zuerst dem Vereinssport zur Verfügung stehen.
  • Eigene Förderkulisse für Clubs mit kuratierten Programmen einführen.
  • Club-Standorte schützen und Kulturorte sichern.
  • Frauen- und Mädchensport, Inklusionssport und Angebote für Seniorinnen gezielt fördern.
  • Vereinsungebundenen Sport fördern, etwa durch Sport im Park.

Zuständigkeit: Sportstättenvergabe und Kulturförderung regeln Land und Bezirke; Lärmschutzrecht liegt beim Bund.

Die Linke

  • Förderung von Kultur im öffentlichen Raum auf das Niveau vor den Kürzungen 2024 anheben.
  • Niedrigschwellige Kulturangebote und Dritte Orte in allen Planungsräumen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für ehrenamtlich getragene Vereine vereinfachen.
  • Neubaupläne für den Jahn-Sportpark überarbeiten.
  • Selbstorganisierten Sport in Parks sowie Wasser-, Eis- und Klettersport voranbringen.

Zuständigkeit: Kulturförderung und Sportstätten liegen bei Land und Bezirken.

AfD

  • Sanierungsstau bei Sportflächen durch ein Sofortprogramm beheben.
  • Mehr Sportflächen für den Breitensport, weitere Aufgabe von Flächen ist inakzeptabel.
  • Bei kulturellen Angeboten für Kinder und Jugendliche nicht sparen.
  • Ehrenamt vor Bürokratie und politischer Einflussnahme schützen.

Zuständigkeit: Sportstätten und Kulturförderung sind Landes- und Bezirksaufgabe.

FDP

  • Bei Konflikten zwischen Clubs und neuen Anwohnern sollen die älteren Rechte vorgehen.
  • Zentraler Ansprechpartner für die Clubszene in Bezirksämtern und Senat.
  • Clubs und Open-Air-Formate früh in Stadtentwicklung und Genehmigungsverfahren berücksichtigen.
  • Onlineportal für die bessere Auslastung vorhandener Sportanlagen.

Zuständigkeit: Genehmigungsverfahren und Sportanlagen liegen bei Land und Bezirken.

BSW

  • Einnahmen aus der Übernachtungssteuer vollständig an die Kultur weitergeben.
  • Kulturpass für Jugendliche aus einkommensschwachen Familien.
  • Kostenlose oder stark vergünstigte Nutzung kommunaler Sportanlagen für Vereine.
  • Vollständige Sanierung aller Schulsportstätten, bessere Ausstattung, mehr Stunden.
  • Günstige oder kostenlose Sportangebote in jedem Bezirk.

Zuständigkeit: Übernachtungssteuer und Sportanlagen sind Landes- und Bezirkssache.

Hochschule & Wissenschaft31 Positionen

CDU

  • Verlässliche Investitionsplanung für Sanierung und Ausbau der Hochschulstandorte.
  • Start-up-Factory JUNI als Bindeglied zwischen Forschung und Wirtschaft ausbauen.
  • FUBIC an der Freien Universität zügig fertigstellen.
  • Forschungskooperationen mit israelischen Hochschulen fortführen.

Zuständigkeit: Hochschulverträge und Bauinvestitionen liegen vollständig beim Land.

SPD

  • Hochschulfinanzierung stabil und verlässlich gestalten, analog zum Pakt für Forschung und Innovation.
  • Übergreifende Bibliothek für Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.
  • Wissenschaftsgebäude sanieren, modernisieren und neu bauen.
  • Spitzenforschung über die Einstein-Stiftung im internationalen Wettbewerb stärken.
  • Transfer aus der Forschung in die Anwendung verbessern.

Zuständigkeit: Hochschulfinanzierung ist Landessache, der Pakt für Forschung und Innovation Bund-Länder-Sache.

Grüne

  • Befristungen an Hochschulen im verbindlichen Dialog abbauen.
  • Planungssichere Finanzierung für Hochschulen und außeruniversitäre Forschung.
  • Studium in unterschiedlichen Lebenslagen ermöglichen, Lehre und Prüfungen anpassen.
  • Für öffentlich finanzierte Forschungssoftware gilt öffentliches Geld, öffentliches Gut.

Zuständigkeit: Hochschulgesetz und Landesfinanzierung liegen beim Land, das Befristungsrecht beim Bund.

Die Linke

  • Studium bleibt gebührenfrei, auch für internationale Studierende.
  • Landeszuschüsse an das Studierendenwerk bedarfsgerecht steigern.
  • Pooling ermöglichen, um Beschäftigung in der Wissenschaft längerfristig zu sichern.
  • Freiheit von Forschung und Lehre gegen Angriffe und Verwertungsdruck sichern.
  • Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Lehrverpflichtung berücksichtigen.

Zuständigkeit: Studiengebühren und Studierendenwerk regelt das Land im Hochschulgesetz.

AfD

  • Zusätzliche Forschungsmilliarde in Wissenschaft und Forschung investieren.
  • Hochschulen über das Hochschulgesetz zu einem Kodex der Wissenschaftsfreiheit verpflichten.
  • Hochschulautonomie stärken und Detailregelungen im Hochschulgesetz zurücknehmen.
  • Transferstrategie, damit Hochschulen zum Wirtschaftsmotor werden.

Zuständigkeit: Hochschulgesetz und Landesmittel für Forschung sind Landessache.

FDP

  • Zivilklauseln, die militärisch nutzbare Forschung untersagen, ablehnen.
  • Gründungssabbatical allen Forscherinnen und Forschern zugänglich machen.
  • Gründungsstipendien an den Berliner Hochschulen einführen.
  • Promotionsplätze für forschungsstarke Wissenschaftler von Fachhochschulen sichern.
  • Offene und demokratische Diskussionskultur an den Hochschulen schützen.

Zuständigkeit: Zivilklauseln und Hochschulautonomie regelt das Land im Hochschulgesetz.

BSW

  • Verbindliche Zivilklausel für alle Berliner Bildungseinrichtungen einführen.
  • Hochschulen angemessen und strukturell auskömmlich finanzieren.
  • Systematischen Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Adlershof und Mittelstand ausbauen.
  • Über eine Bundesratsinitiative die steuerliche Förderung von Forschung verbessern.

Zuständigkeit: Zivilklausel und Hochschulfinanzierung liegen beim Land, Steuerrecht beim Bund.

Sachsen-Anhalt12 Themen · 304 Positionen
Bildung23 Positionen

CDU

  • Neue „Oberschule“ führt Sekundarschule und Gemeinschaftsschule zusammen.
  • 4+1-Modell mit Praxislerntag und digitalem Lerntag an Ober- und Gesamtschulen.
  • Frühzeitige Berufsorientierung in allen Schulformen, geförderte Praktika.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Diese Vorhaben liegen vollständig in Landeskompetenz.

AfD

  • „Bildungspflicht statt Schulzwang“: Eltern sollen in Bildungsfragen das letzte Wort haben.
  • Sonderklassen für Flüchtlingskinder einrichten.
  • Kein bekenntnisgebundener Islamunterricht an Schulen.
  • Förderung einer selbstbewussten deutschen Identität durch Bezug auf die deutsche Geschichte.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Die Schulpflicht ist allerdings in der Landesverfassung und im Schulgesetz verankert und wäre zu ändern.

Die Linke

  • Ganztagsbetreuung von zehn Stunden in Kindertageseinrichtungen.
  • Bildung in Kindertageseinrichtungen für alle Eltern beitragsfrei, Personalschlüssel 1:3 und 1:7,5.
  • Gegen die ungleiche Verteilung des Lehrkräftemangels zwischen Schulformen und Regionen.
  • Dauerhafte Investitionen in Schulen, Kitas, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

SPD

  • Schulsozialarbeit ab 1.8.2028 dauerhaft über Landesmittel finanzieren.
  • Landesschulbauprogramm für barrierefreie und zukunftsfähige Schulen.
  • Mittelfristig zwei weiterführende Schulformen: Gymnasium und Gemeinschaftsschule.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

FDP

  • Digitale Bildung beginnt bei Kompetenz: Quellen bewerten, Desinformation erkennen.
  • Begabtenförderung und Wettbewerbe, um Talente sichtbar zu machen.
  • Handynutzung auf dem Schulgelände soll vor Ort entschieden werden, nicht pauschal verboten.

Zuständigkeit: Schulwesen ist Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Grüne

  • Mindestpersonalschlüssel in Kitas anheben, „Kita STABIL“ dauerhaft verstetigen.
  • Aktives Wahlrecht ab 14 bei Landtags- und Kommunalwahlen, passives ab 16.

Zuständigkeit: Kitas und Schulen sind Ländersache. Das Wahlalter für Landtagswahlen regelt ebenfalls das Land.

BSW

  • Berufsschulen personell, technisch und finanziell stärken, wohnortnahe Angebote sichern.
  • Beitragsfreie Kitas und verlässliche Ferien- und Ganztagsbetreuung.
  • Keine Bundeswehrwerbung an Schulen, Friedenserziehung statt Jugendoffiziere.
  • Erziehung und Wertevermittlung sind vorrangig Aufgabe der Eltern.

Zuständigkeit: Schulwesen und Kitas sind Ländersache. Diese Vorhaben liegen in Landeskompetenz.

Digitales & Verwaltung21 Positionen

CDU

  • Glasfaser und 5G in Stadt und Land, keine weißen Flecken mehr.
  • Ein Behördengang soll reichen: weniger Formulare, verlässliche digitale Abläufe.
  • Sichere Cloud-Dienste für die Verwaltung, weniger Abhängigkeit von IT-Konzernen.
  • Schutz vor Cyberangriffen als eigener Schwerpunkt.

Zuständigkeit: Verwaltungsdigitalisierung liegt beim Land, der Netzausbau wird überwiegend vom Bund gefördert und von privaten Anbietern umgesetzt.

AfD

  • Technisierungs-, Digitalisierungs- und KI-Strategie für das Land.
  • Digitalisierung soll Arbeitsmarktengpässe lösen statt Zuwanderung von Fachkräften.
  • Kostenfreie Digitalisierungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen.

Zuständigkeit: Eine Landesstrategie kann das Land beschließen. Einwanderungsrecht für Fachkräfte regelt der Bund.

Die Linke

  • Digitale Teilhabe älterer Menschen gezielt unterstützen.
  • Ausbau von Online-Angeboten der politischen Bildung, besonders im ländlichen Raum.

Zuständigkeit: Angebote der politischen Bildung und Seniorenarbeit liegen in Landeskompetenz.

SPD

  • Mobilfunk und Breitband landesweit sichern.
  • Wirtschaftliche Chancen sollen nicht vom Wohnort abhängen.

Zuständigkeit: Landesförderung für Breitband ist möglich, die Rahmenbedingungen setzen Bund und EU.

FDP

  • Alle Verwaltungsleistungen digital beantragbar, ohne Medienbrüche und ohne Papier.
  • Automatisierung etablierter Verfahren, um knappes Personal zu entlasten.
  • Derzeit sind über 400 Leistungen digital verfügbar, künftig sollen es alle sein.

Zuständigkeit: Verwaltungsverfahren des Landes kann es selbst digitalisieren. Bundesleistungen nicht.

Grüne

  • Flächendeckendes Glasfasernetz als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
  • Glasfaserausbau bis in die Fläche, ausdrücklich „bis zur letzten Milchkanne“.
  • Bürokratieabbau durch klare Zuständigkeiten und digitale Verfahren.

Zuständigkeit: Landesförderung und Daseinsvorsorge liegen beim Land, das Telekommunikationsrecht beim Bund.

BSW

  • Landesweites Unternehmensportal mit einheitlichem Zugang, medienbruchfrei.
  • Glasfaser bis ins Haus, Netzbetreiber zur Beseitigung aller weißen Flecken verpflichten.
  • Neben digitalen Verfahren muss ein analoger Zugang erhalten bleiben.
  • Datensparsamkeit, Ablehnung anlassloser Überwachung.

Zuständigkeit: Verwaltungsdigitalisierung liegt beim Land, das Telekommunikationsrecht beim Bund.

Energie & Klima33 Positionen

CDU

  • Festhalten am Kohlekompromiss mit Ausstieg bis 2038.
  • Initiative zur Teilung der bundeseinheitlichen Strompreiszone.
  • Jede Form der Solarpflicht bei Neubauten und Dachsanierungen wird abgelehnt.
  • Bau eines Erdgas- und Wasserstoffkraftwerks, Anschluss der Chemieparks ans Wasserstoffnetz.
  • Forschung und Nutzung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung.

Zuständigkeit: Kohleausstieg und Zuschnitt der Strompreiszonen entscheiden Bund und Bundesnetzagentur, nicht das Land.

AfD

  • Kohleausstieg stoppen, Kohlestandort auch über 2038 hinaus erhalten.
  • Wiedereinstieg in die Kernenergie einleiten.
  • Windkraftausbau stoppen, Windkraftmoratorium beschließen.
  • Stromversorgung bei Dunkelflaute über Kohle- und Gaskraftwerke sichern.
  • Bundespolitischen Vorgaben im Rahmen der Einflussmöglichkeiten im Bundesrat entgegentreten.

Zuständigkeit: Kohleausstieg, Kernenergie und Sanktionen sind Sache von Bund und EU. Beim Windkraftausbau setzt der Bund Flächenziele.

Die Linke

  • Verpflichtender Sockeltarif für Strom und Wärme.
  • Strom- und Gassperren gesetzlich verbieten, Härtefallfonds für Energieschulden.
  • Netzentgelte deutlich senken, Einführung von Strompreiszonen prüfen.
  • Energienetze in öffentliche Hand überführen.
  • Flächenziel von 2,2 Prozent für Windenergie umsetzen.

Zuständigkeit: Stromsteuer, Netzentgelte und Strompreiszonen sind bundesrechtlich geregelt. Sockeltarif und Härtefallfonds kann ein Land selbst schaffen.

SPD

  • Wärmewende über Bürgerbeteiligung, Energiegenossenschaften und Energie-Sharing.
  • Weitgehende Deckelung der Netzentgelte und Reduzierung der Stromsteuer.
  • Landesprogramm für kommunale Investitionen in Erneuerbare und Gründung von Kreiswerken.

Zuständigkeit: Netzentgelte und Stromsteuer setzt der Bund. Landesprogramme für Kommunen liegen in Landeskompetenz.

FDP

  • Wiedereinstieg in die Kernenergie, Neubauprogramm inklusive Small Modular Reactors.
  • Netzentgelte fairer zwischen den Regionen verteilen und spürbar senken.
  • Pauschales Fracking-Verbot durch ein wissenschaftsbasiertes Genehmigungsregime ersetzen.
  • CO₂-Speicherung an Land ermöglichen, Modellregionen suchen.
  • Emissionshandel als Leitinstrument, das andere Steuern und Abgaben ersetzt.

Zuständigkeit: Kernenergie, Fracking und CO₂-Speicherung sind bundesrechtlich geregelt. Das Land kann Flächen ausweisen und Initiativen einbringen.

Grüne

  • Verbindliches Klimaschutzgesetz mit Minderungszielen, klimaneutral bis 2035.
  • Beim Strom bis 2030 zu 100 Prozent erneuerbar.
  • Klimaschutz als Staatsziel in Artikel 35 der Landesverfassung.
  • Solarpflicht bei Neubauten, Windanlagen im Wald werden grundsätzlich abgelehnt.
  • Ablehnung von Fracking und von CO₂-Speicherung im Untergrund.

Zuständigkeit: Klimaschutzgesetz und Landesverfassung liegen in Landeskompetenz. Bei Windflächenzielen gibt der Bund den Rahmen vor.

BSW

  • Breiter, technologieoffener Energiemix, ausdrücklich einschließlich Braunkohle.
  • Langfristige Importverträge und Verhandlungen mit Russland über Gaslieferungen.
  • CO₂-Abgabe aussetzen oder abschaffen, Einnahmen als Klimaprämie zurückgeben.
  • EEG abschaffen und durch gezielte Investitionszuschüsse ersetzen.
  • Photovoltaik vorrangig auf Dächern und versiegelten Flächen, nicht auf Ackerland.

Zuständigkeit: Kohleausstieg, EEG, CO₂-Bepreisung und Gasimporte sind Sache von Bund und EU.

Gesundheit & Pflege23 Positionen

CDU

  • Sachsen-Anhalt soll Vorreiter für vernetzte Gesundheits- und Pflegeversorgung werden.
  • Aufbauen auf Landarztquote, mehr Medizinstudienplätzen und Klinikinvestitionen.
  • Digitalisierung und Fachkräftegewinnung im Gesundheitswesen fortsetzen.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung und Landarztquote liegen beim Land, die Vergütung regelt das Bundesrecht.

AfD

  • Investitionsvolumen für Kliniken deutlich erhöhen, ausgehend von 180 Millionen Euro.
  • Mobile Arztpraxen, Telemedizin und verbesserte Klinikstrukturen in den Landkreisen.
  • Kein Dorf soll bei der Gesundheitsversorgung zurückgelassen werden.

Zuständigkeit: Investitionskosten der Kliniken trägt das Land. Betriebskosten und Fallpauschalen regelt der Bund.

Die Linke

  • Entökonomisierung: Kliniken nach Bedarf und Qualität finanzieren statt nach Fallpauschalen.
  • Integrierte Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft.
  • Beide Universitätsklinika in öffentlicher Hand halten, beide Medizinfakultäten erhalten.
  • Arbeit in Krankenhäusern und Pflegeheimen aufwerten und besser bezahlen.

Zuständigkeit: Trägerschaft und Investitionen liegen beim Land. Die Abschaffung der Fallpauschalen wäre Bundessache.

SPD

  • Ambulante und stationäre Versorgung stärker verzahnen, Sektorengrenzen überwinden.
  • Krankenhauslandschaft nach Qualität und Erreichbarkeit, nicht nach Kapitalinteressen.
  • Verlässliche, langfristige Investitionskostenfinanzierung für Kliniken.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung liegen beim Land.

FDP

  • Ärztliche Tätigkeit über die Altersgrenze hinaus ermöglichen, um Erreichbarkeit zu sichern.
  • Die 44 Krankenhäuser integrativ und leistungsfähiger aufstellen.
  • Lokale Gesundheitszentren fördern.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung ist Landessache. Zulassungsrecht für Ärzte regeln Bund und Selbstverwaltung.

Grüne

  • Krankenhausstandorte erhalten, landesseitig finanzierte Sicherstellungszuschläge.
  • Rekommunalisierung von Krankenhäusern unterstützen.
  • Barrierefreiheit von Praxen und Kliniken durch erweiterte Förderung erhöhen.

Zuständigkeit: Sicherstellungszuschläge und Krankenhausplanung liegen beim Land.

BSW

  • Gesundheit als Gemeinwohlaufgabe statt Profitlogik.
  • Spezialisierte Hochschulambulanzen für Post-Covid, Post-Vac und ME/CFS aufbauen.
  • Pflegestützpunkte ausbauen, Kurzzeit- und Tagespflege kommunal sichern.
  • Perspektivisch Abschaffung des § 218 StGB, wohnortnaher Zugang zum Schwangerschaftsabbruch.

Zuständigkeit: Pflegestützpunkte und Hochschulambulanzen liegen beim Land, § 218 StGB beim Bund.

Innere Sicherheit28 Positionen

CDU

  • Personeller Aufwuchs der Landespolizei auf weit mehr als 8.100 Bedienstete.
  • Ausstattung der Polizei mit Tasern, konsequenter Einsatz von Bodycams.
  • Videoschutz ausbauen, KI-gestützte Erkennung von Gefahren.
  • Kompetenzen und Befugnisse der Polizei werden erweitert.

Zuständigkeit: Landespolizei, Ausstattung und Polizeirecht liegen beim Land. Diese Vorhaben sind in Landeskompetenz.

AfD

  • Polizei soll schneller am Tatort sein; genannt sind 15 Minuten Eintreffzeit im Schnitt.
  • Polizeifunk- und Informationssystem zur Verkürzung der Reaktionszeit ertüchtigen.
  • Polizeivollzug von Verwaltungstätigkeiten entlasten.

Zuständigkeit: Landespolizei und Polizeirecht liegen beim Land. Diese Schwerpunktsetzung wäre in Landeskompetenz umsetzbar.

Die Linke

  • 500 neue Polizeistellen bis 2030.
  • Individuelle Kennzeichnungspflicht, Bodycams bei Schusswaffen- und Tasereinsatz.
  • Unabhängiges Meldesystem für rechtsextreme Umtriebe in den Sicherheitsbehörden.
  • Gesichtserkennung zur Massenüberwachung wird abgelehnt.
  • Brand- und Katastrophenschutz verlässlich finanzieren.

Zuständigkeit: Stellen, Kennzeichnungspflicht und Bodycams regelt das Land. Die Arbeitszeit von Beamten setzt für Bundesbeamte der Bund.

SPD

  • Ausreichende Personalstärke, moderne Ausstattung, weniger Bürokratie für die Polizei.
  • Beförderungsstau abbauen, Beförderungsbudget deutlich verbessern.
  • Unabhängigkeit des Polizeibeauftragten stärken.
  • Schwerpunktstaatsanwaltschaft Rechtsextremismus einrichten.
  • Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens über eine Bundesratsinitiative.

Zuständigkeit: Polizei und Staatsanwaltschaften liegen beim Land. Über ein Parteiverbot entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht auf Antrag eines Verfassungsorgans.

FDP

  • Alle bestehenden Gerichtsstandorte im Land erhalten.
  • Elektronische Akte in der gesamten Justiz bis spätestens 2030.
  • Videokonferenzen in Gerichtsverhandlungen von der Ausnahme zur Regel machen.
  • Feste Ansprechpersonen für Antidiskriminierung bei der Polizei aufbauen.

Zuständigkeit: Gerichtsorganisation und Justizdigitalisierung sind Ländersache. Verfahrensrecht setzt der Bund.

Grüne

  • Waffenbesitz für Extremistinnen und Extremisten verbieten, Waffenbehörden stärken.
  • Personelle Stärkung von Ordnungsamt und Polizei.
  • Das Land soll ein AfD-Verbotsverfahren über den Bundesrat anstoßen oder unterstützen.

Zuständigkeit: Waffenbehörden und Polizei liegen beim Land. Über ein Parteiverbot entscheidet allein das Bundesverfassungsgericht auf Antrag eines Verfassungsorgans.

BSW

  • Schutz vor Kriminalität ist staatliche Kernaufgabe, Polizei braucht Vertrauen.
  • Bundeswehreinsätze im Innern werden abgelehnt, außer bei Naturkatastrophen.
  • Demokratische Kontrolle des Verfassungsschutzes ausbauen.
  • Kategorie „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ abschaffen.

Zuständigkeit: Landespolizei und Landesverfassungsschutz liegen beim Land, Bundeswehreinsätze beim Bund.

Kommunen & Verwaltung23 Positionen

CDU

  • Neues Finanzausgleichsgesetz ab 2027 auf Grundlage eines Verteilungsgutachtens.
  • Anspruch auf finanzielle Mindestausstattung der Kommunen erfüllen.
  • Strukturelle Finanzschwäche im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse ausgleichen.

Zuständigkeit: Kommunaler Finanzausgleich ist Landesrecht. Dieses Vorhaben liegt vollständig in Landeskompetenz.

AfD

  • Echter Finanzausgleich und bedarfsgerechte Landesmittel für Kommunen.
  • Mehr kommunale Selbstverwaltung: Kommunen sollen wieder mehr entscheiden dürfen.
  • Kommunen sollen nicht Befehlsempfänger von Land und Bund sein.

Zuständigkeit: Finanzausgleich und Kommunalverfassung regelt das Land selbst.

Die Linke

  • Starke kommunale Selbstverwaltung und mehr unmittelbare Einflussmöglichkeiten.
  • Mehr Beteiligung der Kommunen im Gesetzgebungsprozess des Landes.
  • Bürgermeisterinnen und Engagierte durch starke demokratische Strukturen schützen.

Zuständigkeit: Beteiligung der Kommunen an der Landesgesetzgebung kann das Land selbst regeln.

SPD

  • Kommunen als Träger des Strukturwandels mit Planung und Investitionen absichern.
  • Kommunen und Haushalte sollen an Erträgen der Energiewende beteiligt werden.
  • Bildungsangebote für ehrenamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stärken.

Zuständigkeit: Kommunalfinanzen und Strukturförderung liegen beim Land, Bundesmittel kommen hinzu.

FDP

  • Dauerhaft auskömmliche Finanzausstattung als Bedingung kommunaler Selbstverwaltung.
  • Kommunen sollen Pflichtaufgaben ohne strukturelle Defizite erfüllen können.
  • Eigene Schwerpunkte bei Kultur, Sport, Ehrenamt und Stadtentwicklung ermöglichen.

Zuständigkeit: Kommunale Finanzausstattung ist Landesrecht.

Grüne

  • Fragerechte für alle Mitglieder der Ortschaftsräte gegenüber der Gemeindeverwaltung.
  • Dialogformat „Parlament der Dörfer“ einführen.
  • Hürden für Bürgerinitiativen und Einwohneranträge senken.
  • Verbot für hauptamtliche Bürgermeister, zugleich im Kreistag zu sitzen.

Zuständigkeit: Kommunalverfassung und Beteiligungsrechte legt das Land fest.

BSW

  • Vollständige Entschuldung der Kommunen durch Bund und Land.
  • Bestellerprinzip: Wer Aufgaben überträgt, muss sie dauerhaft finanzieren.
  • Zentrale-Orte-Prinzip reformieren, Mittelstädte und ländliche Gemeinden stärken.
  • Volksentscheide für Regierung und Parlament rechtlich bindend machen.

Zuständigkeit: Kommunalfinanzausgleich und Landesverfassung liegen beim Land; eine Entschuldung erfordert auch Bundesmittel.

Kultur, Sport & Ehrenamt22 Positionen

CDU

  • Klares Bekenntnis zum Erhalt der Freiwilligen Feuerwehren.
  • Gezielte Investitionen in Ausstattung, Ausbildung und Nachwuchs.
  • Politik für alle, die in Arbeit, Ehrenamt und Familie einen Beitrag leisten.

Zuständigkeit: Brand- und Katastrophenschutz sowie Kulturförderung sind Ländersache.

AfD

  • Landesprogramm: kostenfreie Vereinsmitgliedschaft im Sport für jedes Kind bis 18.
  • Einführung einer Ehrenamtskarte.
  • Ehrenamt im Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst besser honorieren.

Zuständigkeit: Sport- und Ehrenamtsförderung kann ein Land eigenständig auflegen.

Die Linke

  • Ehrenamt wertschätzen und systematisch unterstützen.
  • Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftshilfen und Feuerwehren als tragende Säule.
  • Aktives Wahlalter auf Kommunal- und Landesebene auf 14 Jahre senken.

Zuständigkeit: Das Wahlalter für Landtags- und Kommunalwahlen legt das Land selbst fest.

SPD

  • Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche als unverzichtbare Partner.
  • Willkommenskultur in Betrieb, Schule, Ehrenamt und Kommunen.
  • Kommunale Koordinierungsstellen werden gestärkt.

Zuständigkeit: Integrations- und Vereinsförderung des Landes liegt in Landeskompetenz.

FDP

  • „Räume für Macher“ in Bibliotheken, Schulen und geeigneten Orten.
  • Schulstandorte im ländlichen Raum sichern Gemeinschaft und Ehrenamt.
  • Schulnetzwerke statt Schließungen.

Zuständigkeit: Schulnetz und Bibliotheken liegen bei Land und Kommunen.

Grüne

  • Gezielte Ehrenamtsförderung im Umweltschutz.
  • Stärkung der Naturschutzverbände.
  • Bürokratische Hürden für ehrenamtliche Projekte abbauen.

Zuständigkeit: Naturschutzverbände und Ehrenamtsförderung liegen in Landeskompetenz.

BSW

  • Kultur, Sport und Vereinsleben als Säulen des Zusammenhalts fördern.
  • Breitensport stärken.
  • Förderung zivilgesellschaftlicher Arbeit transparent und ohne politische Vorauswahl.
  • Rundfunkbeitrag nicht erhöhen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk strukturell reformieren.

Zuständigkeit: Kultur- und Sportförderung sind Ländersache, der Rundfunkbeitrag ist Staatsvertragsrecht aller Länder.

Landwirtschaft & Fläche24 Positionen

CDU

  • Führende Stellung beim Einsatz moderner Agrartechnologie weiter ausbauen.
  • Einsatz autonomer Roboter und Drohnen in der Landwirtschaft.
  • Produktionskosten in der Landwirtschaft senken.
  • Land- und Forstwirtschaft als Rückgrat des ländlichen Raums.

Zuständigkeit: Agrarförderung folgt weitgehend EU-Recht. Landesprogramme und Forschungsförderung liegen beim Land.

AfD

  • Acker- und Grünland soll erhalten bleiben und landwirtschaftlich genutzt werden.
  • Versiegelung von Kultur- und Ackerland für Energieanlagen stoppen.
  • Solaranlagen bevorzugt auf bereits versiegelten Flächen.
  • Bäuerliche Familienbetriebe und Agrargenossenschaften als Rückgrat der Kulturlandschaft.

Zuständigkeit: Bauleitplanung und Flächennutzung liegen bei Land und Kommunen. Agrarförderung setzt die EU.

Die Linke

  • Konsequente Kontrolle von Leiharbeit und Werkverträgen in der Landwirtschaft.
  • Schwerpunktprüfungen durch Finanzkontrolle Schwarzarbeit und Landesbehörden.
  • Öffentliche Aufträge nur an tarifgebundene Unternehmen.

Zuständigkeit: Arbeitsschutzkontrollen und Vergaberecht liegen beim Land, das Arbeitsrecht beim Bund.

SPD

  • Europäische Vorgaben kooperativ mit Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen umsetzen.
  • Naturschutzgerechte Landwirtschaft und Artenschutz zusammendenken.
  • Hochwasserschutz als aktiver Bevölkerungsschutz.

Zuständigkeit: Umsetzung europäischer Umweltvorgaben und Hochwasserschutz liegen beim Land.

FDP

  • Landwirtschaft wird zusammen mit Wirtschaft und Energie als ein Feld behandelt.
  • Bedingungen für Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk deutlich verbessern.
  • Weniger und einfachere Regeln statt lähmender Bürokratie.

Zuständigkeit: Landesrecht kann das Land vereinfachen. Viele Agrarauflagen stammen aus EU-Recht.

Grüne

  • Großflächige Bodenversiegelung in landwirtschaftlich wertvollen Regionen begrenzen.
  • Neues Bodenrecht und transparente Betriebsstrukturen einführen.
  • Verlust von Agrarland und Anbaufläche verhindern.

Zuständigkeit: Bodenrecht ist überwiegend Bundesrecht. Landesplanung und Flächenschutz liegen beim Land.

BSW

  • Abnahmegarantien für regional erzeugte landwirtschaftliche Produkte.
  • Öffentliche Einrichtungen sollen vorrangig regional einkaufen.
  • Landeseigene Kompetenzstellen zur Beratung und Antragshilfe für Landwirte.
  • Schwarzerdeböden konsequent schützen, kein CO₂-Endlager in der Altmark.

Zuständigkeit: Vergabe und Landesplanung liegen beim Land, Agrarförderung folgt EU-Recht.

Migration30 Positionen

CDU

  • Die irreguläre Migration soll auf null zurückgeführt werden.
  • Bezahlkarte mit Bargeldobergrenze von 50 Euro wird fortgeführt.
  • Rückführung aller Personen ohne Bleiberecht, zugleich Verlässlichkeit bei Integration.
  • Migration ordnen, begrenzen, steuern; Rückgang der Asylzugangszahlen.

Zuständigkeit: Asyl- und Aufenthaltsrecht sind Bundes- und EU-Recht. Ein Land vollzieht sie, es setzt sie nicht.

AfD

  • Migrationspolitische Kehrtwende, angekündigt als Abschiebe- und Remigrationsoffensive.
  • Neue Abschiebehaftplätze, Nutzung aller im Aufenthaltsrecht vorgesehenen Haftformen.
  • Zurückweisung illegal Einreisender an den deutschen Außengrenzen.
  • Zuwanderungsnotstand ausrufen, Zuzugsstopp und Aufnahmestopp als Ultima Ratio.

Zuständigkeit: Zurückweisungen an den Außengrenzen und die Ausgestaltung des Aufenthaltsrechts liegen bei Bund und EU, nicht beim Land.

Die Linke

  • Recht auf Asyl, Schutz vor Abschiebung und Familiennachzug sind nicht verhandelbar.
  • Arbeitsmigration fair gestalten, Leiharbeit und Werkverträge konsequent kontrollieren.
  • Schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.
  • Landesweite Beratungsstellen für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten.
  • Asyl und eigene Beratungsangebote für queere Geflüchtete.

Zuständigkeit: Asylrecht und Familiennachzug sind bundes- und europarechtlich geregelt. Arbeitskontrollen und Anerkennungsstellen liegen dagegen beim Land.

SPD

  • Migration soll geordnet, gestaltet und integrationsorientiert erfolgen.
  • Arbeitsverbote werden abgelehnt, Sprachkurse sollen früh verfügbar sein.
  • Bleibeperspektive für Menschen in Arbeit oder Ausbildung.
  • Freiwillige Rückkehr wird unterstützt, Abschiebungen bleiben letztes Mittel.
  • Welcome Center soll zur Agentur für ausländische Fachkräfte werden.

Zuständigkeit: Bleiberecht und Staatsangehörigkeit regelt der Bund. Sprachförderung und Beratung liegen beim Land.

FDP

  • Aufenthaltstitel für Beschäftigung sollen binnen vier Wochen erteilt werden.
  • Dauerhaftes Bleiberecht an eigenen Lebensunterhalt und Bekenntnis zur Verfassung knüpfen.
  • Abschiebungshafteinrichtung spätestens Ende 2027 in Betrieb.
  • Elektronische Fußfesseln als milderes Mittel statt Haft für Ausreisepflichtige.
  • Sprachkurse vorrangig für Selbstzahler.

Zuständigkeit: Aufenthaltstitel und elektronische Fußfesseln richten sich nach Bundesrecht. Tempo und Ausstattung der Ausländerbehörden kann das Land beeinflussen.

Grüne

  • Menschenrechtsorientierte Aufnahme von Geflüchteten, Sachsen-Anhalt als sicherer Hafen.
  • Direkte EU-Finanzierung für Kommunen, die über das Resettlement-Programm aufnehmen.
  • Politische Teilhabe ab dem ersten Tag als Voraussetzung gelingender Integration.

Zuständigkeit: Das EU-Resettlement-Programm und dessen Finanzierung liegen bei EU und Bund. Aufnahme und Unterbringung organisiert das Land mit den Kommunen.

BSW

  • Arbeitsmigration braucht Steuerung, Integration auf Augenhöhe.
  • Migration so gestalten, dass das Zusammenleben funktioniert — durch klare Regeln.
  • Schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.
  • Wer Anspruch auf Asyl hat, muss sich sicher fühlen können.

Zuständigkeit: Aufenthalts- und Asylrecht regeln Bund und EU. Anerkennungsstellen und Integration liegen beim Land.

Soziales & Familie27 Positionen

CDU

  • „Bürgerarbeit“: Verpflichtung zu gemeinnütziger Arbeit für arbeitsfähige Leistungsbeziehende.
  • Teilnahme an Landesprogrammen zur Arbeitsförderung soll nicht mehr freiwillig sein.
  • Alleinerziehende gezielt entlasten, Beratungsangebote ausbauen.
  • Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim ersten Eigenheim im ländlichen Raum.
  • Rundfunkbeitrag langfristig senken, Angebote von ARD und ZDF zusammenführen.

Zuständigkeit: Landesarbeitsförderung liegt beim Land. Der Rundfunkbeitrag ist in Staatsverträgen aller Länder geregelt.

AfD

  • Kinderwillkommensgeld: 2.000 Euro für die ersten beiden, 4.000 Euro für jedes weitere Kind.
  • Schwangerschaftsabbruch soll im Strafrecht bleiben.
  • Elternrechte sollen in die Landesverfassung aufgenommen werden.
  • Sofortmaßnahme: Kündigung der Rundfunkstaatsverträge.
  • Rundfunkbeitrag von derzeit 18,36 Euro abschaffen, „Grundfunk“ einführen.

Zuständigkeit: Der Rundfunkbeitrag ist in Staatsverträgen aller Länder geregelt und von einem Land nicht einseitig zu ändern. Das Strafrecht setzt der Bund.

Die Linke

  • Sozialer Wohnungsbau durch entlastete Kommunalhaushalte.
  • Förderung altersgerechten Umbaus, Wohnungstausch und betreuter Wohnformen auf dem Land.
  • Schuldenschnitt für Kommunen, damit sie wieder in Wohnen und Infrastruktur investieren können.
  • Demokratische Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Medien-Offensive über 100 Millionen Euro.

Zuständigkeit: Wohnraumförderung und Kommunalfinanzen liegen beim Land, der Rundfunk in Staatsverträgen der Länder.

SPD

  • Soziale Sicherungssysteme sollen unterstützen, nicht stigmatisieren.
  • Armutsbekämpfung als zentrale Aufgabe, besonders bei Kinder- und Altersarmut.
  • Strukturelle Risiken durch unterbrochene Erwerbsbiografien ausgleichen.

Zuständigkeit: Krankenhausplanung und Landesmittel liegen beim Land. Diese Vorhaben sind in Landeskompetenz.

FDP

  • Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose, Leistungskürzung bei Verweigerung.
  • Frauenhäuser stärken, Eigenanteile für die Übernachtung abschaffen.

Zuständigkeit: Arbeitsgelegenheiten kann ein Land über Programme fördern. Sanktionen in der Grundsicherung regelt das Bundesrecht.

Grüne

  • Antidiskriminierungsgesetz für die Landesverwaltung einführen.
  • Eigenes Kapitel „Demokratie stärken: Mitreden. Mitmachen. Mitgestalten.“
  • Neue Ansätze wegen der demografischen Entwicklung, besonders für ländliche Regionen.
  • Umfassender Ausbau des Nahverkehrs, Barrierefreiheit und günstigere Tarife.

Zuständigkeit: Gesundheitsversorgung, Nahverkehr und Landesverwaltung liegen beim Land. Diese Vorhaben sind in Landeskompetenz.

BSW

  • Gesetzlicher Mindestlohn von 15 Euro ohne Ausnahmen.
  • Mindestrente von 1.500 Euro nach 40 Beitragsjahren, Rentenniveau mindestens 75 Prozent.
  • Wiedereinführung der Vermögensteuer ab 25 Millionen Euro, gestaffelt bis drei Prozent.
  • Bundesweiter Mietendeckel, Ausweitung des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus.

Zuständigkeit: Mindestlohn, Rente, Vermögensteuer und Mietendeckel sind Bundesrecht. Wohnraumförderung liegt beim Land.

Verkehr & Infrastruktur28 Positionen

CDU

  • Ausbau und Modernisierung von Straßen- und Schienennetz.
  • Deutschlandticket erhalten.
  • ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum ausbauen.
  • Radverkehr stärken und Alltagsradeln fördern.

Zuständigkeit: Landesstraßen, Schülerverkehr und Nahverkehr liegen beim Land. Autobahnen und Bundesstraßen verantwortet der Bund.

AfD

  • Gesamtkonzept gegen den Investitionsstau bei Straßen und Brücken.
  • „Tempo im Straßenbau“: Planungs- und Bauzeiten deutlich verkürzen.
  • Leitprinzip der Verkehrspolitik ist „Freie Fahrt für freie Bürger“.
  • Infrastrukturprogramme so anpassen, dass kleine Orte nicht benachteiligt werden.

Zuständigkeit: Landesstraßen und Planungsrecht des Landes kann eine Landesregierung selbst regeln. Bundesstraßen und Autobahnen nicht.

Die Linke

  • Attraktiver ÖPNV mit dem Ziel eines Nulltarifs.
  • Schienenverkehr wiederbeleben und ausbauen statt weiter stilllegen.
  • Dauerhaft günstige Jugendmobilität bis hin zum Jugendticket.
  • Sichere, durchgehende Radwege für Kinder und Jugendliche, Tempo 30 an Schulwegen.

Zuständigkeit: Ein Nulltarif im Nahverkehr wäre Landessache, da das Land den Verkehr bestellt und finanziert.

SPD

  • Das Land betreibt seine Bahnen selbst und gründet eine gemeinsame Gesellschaft.
  • Vergabe im ÖPNV nur bei verbindlicher Anwendung der Tarifverträge.
  • Ausbau von Ruf- und Nachtbussystemen.
  • Jugendliche sollen in die ÖPNV-Planung eingebunden werden.

Zuständigkeit: Bestellung des Schienenpersonennahverkehrs und Vergaberecht liegen beim Land.

FDP

  • Straßen, Schienen, Wasserwege, Radwege und Flughäfen als Lebensadern begreifen.
  • Nicht das Verkehrsmittel steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch.
  • Mitverlegung von Leerrohren und Leitungen bei Bauarbeiten.

Zuständigkeit: Flughäfen und Wasserwege berühren Bundeszuständigkeit, Landesstraßen und Radwege liegen beim Land.

Grüne

  • Landesradverkehrsplan 2030 zügig umsetzen, Radschnellwegenetz aufbauen.
  • Radwegeförderung analog zum Straßenbau gesetzlich verbindlich regeln.
  • Radverkehrsbeauftragte in jedem Landkreis.
  • Das Land soll Baulastträger für Elberadweg und Saale-Radwanderweg werden.

Zuständigkeit: Radwegenetz und Landesradverkehrsplan liegen in Landeskompetenz.

BSW

  • Deutschlandticket erhalten und perspektivisch günstiger machen.
  • Kostenfreier Nahverkehr für Schüler und Auszubildende, Sozialtickets für Geringverdiener.
  • Zügige Fertigstellung der A14, Sanierung vor Neubau.
  • Rückführung zentraler Mobilitätsinfrastruktur in die öffentliche Hand.
  • Kein pauschales Verbrennerverbot, technologieoffene Mobilität.

Zuständigkeit: Bestellung des Nahverkehrs und Landesstraßen liegen beim Land, Autobahnen und Bahnstruktur beim Bund.

Wirtschaft & Arbeit22 Positionen

CDU

  • Sachsen-Anhalt soll einer der wichtigsten Chemie- und Pharmastandorte Europas werden.
  • Bürokratieabbau, vereinfachte und digitalisierte Vergabeverfahren.
  • Erleichterter Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zu öffentlichen Aufträgen.
  • Ziel: eine der fünf führenden Ansiedlungsregionen Europas werden.

Zuständigkeit: Wirtschaftsförderung, Ansiedlungspolitik und Landesbürokratie liegen beim Land.

AfD

  • Abbau von Bürokratie und Regulierung, Kritik am „Bürokratiewucher“.
  • Grunderwerbsteuer senken, um den Eigentumserwerb zu erleichtern.

Zuständigkeit: Die Höhe der Grunderwerbsteuer legen die Länder selbst fest. Dieses Vorhaben liegt in Landeskompetenz.

Die Linke

  • Abkehr vom Kaputtsparen: dauerhafte öffentliche Investitionen statt Kürzungen.
  • Gerechte Finanzpolitik, die dort investiert, wo Menschen unmittelbar profitieren.
  • Kurzfristig höhere Verschuldung, langfristig ausgeglichen durch Steuerpolitik.
  • Bundesratsinitiative für eine Vermögensteuer von einem Prozent ab einer Million Euro.

Zuständigkeit: Vermögen- und Erbschaftsteuer sind Bundesrecht. Ein Land kann nur eine Initiative im Bundesrat einbringen.

SPD

  • Industrielle Kerne erhalten, Ansiedlungen und Energieinfrastruktur weiter fördern.
  • Festhalten am Tariftreue- und Vergabegesetz, keine Ausweitung der Einschränkungen.
  • Strukturwandel als Prozess über Jahre mit Planung, Investitionen und Verlässlichkeit.

Zuständigkeit: Vergaberecht und Tariftreue kann das Land regeln. Dieses Vorhaben liegt in Landeskompetenz.

FDP

  • Eine Sonderwirtschaftszone soll erstmals erprobt werden.
  • Berichtspflichten und Verwaltungsverfahren bremsen Innovation und sollen abgebaut werden.
  • „Regeln mit Ablaufdatum“: untergesetzliche Regelungen über zehn Jahre entfallen Ende 2027.

Zuständigkeit: Steuererlass in Sonderwirtschaftszonen berührt Bundessteuerrecht. Genehmigungsverfahren und Behördenorganisation kann das Land allein regeln.

Grüne

  • Naturschutzakademie zur Aus- und Weiterbildung von Fachkräften aufbauen.
  • Windausbau als Voraussetzung für lokalen grünen Wasserstoff für die Chemieindustrie.

Zuständigkeit: Landesförderung und Standortpolitik liegen beim Land; der Rahmen für Wasserstoff kommt von Bund und EU.

BSW

  • Abschaffung der Schuldenbremse, aktive staatliche Investitions- und Nachfragepolitik.
  • Lithium in der Altmark als strategische Ressource in öffentlicher Hand.
  • Untersuchungsausschuss zum Intel-Projekt.
  • Öffentliche Aufträge und Fördermittel nur an tarifgebundene Unternehmen.

Zuständigkeit: Die Schuldenbremse steht im Grundgesetz. Lithiumförderung und Vergaberecht liegen beim Land.

Zum Selberprüfen

Die Quellen, offen gelegt

Wer etwas anzweifelt, schlägt es in wenigen Klicks selbst nach. Die Aussagen stammen aus den beschlossenen Wahlprogrammen der Parteien.

Zur ausgewählten Wahl: Mecklenburg-Vorpommern

  • Alle antretenden Parteien mit Kurzprofilöffnen
  • Wahl-O-Mat der bpböffnen
  • Fakten zur Landtagswahl (bpb)öffnen
  • Landtag Mecklenburg-Vorpommernöffnen
  • Wahlumfragen (dawum.de)öffnen
Wie diese Seite gemacht ist

Jede Aussage ist nachprüfbar

Eine Gegenüberstellung ist nur so viel wert wie ihre Regeln. Deshalb stehen sie hier vorne.

Nur Programminhalte

Aufgenommen wird, was die Parteien selbst angekündigt haben. Keine Bewertung, ob ein Vorhaben gut, finanzierbar oder wünschenswert ist.

Wer aufgenommen wird

Wer im scheidenden Parlament sitzt oder in aktuellen Umfragen mindestens drei Prozent erreicht. Jede aufgenommene Partei wird zu denselben Themenfeldern dargestellt.

Reihenfolge nach fester Regel

Parteien nach ihrem Zweitstimmenanteil der vorigen Wahl, neu antretende zuletzt; Themen alphabetisch. Nachprüfbare Regeln statt einer redaktionellen Rangfolge.

Alles am Original belegt

Jede einzelne Aussage wurde im beschlossenen Wahlprogramm der jeweiligen Partei nachgelesen. Angaben aus zweiter Hand stehen nicht auf dieser Seite.

In eigener Sache

Ich habe diese Seite gebaut, weil ich es leid bin, überall Meinungen über die Parteien zu hören, ohne rasch das tatsächliche Parteiprogramm prüfen zu können.

Sachsen-Anhalt war der Anfang. Ich führe dieses Format bei weiteren Wahlen fort, nach denselben Regeln.

Privat, unbezahlt, ohne Auftrag und ohne Partei im Rücken.

Johannes Walter, Munderkingen

Johannes Walter